Vierter Sieg in Folge: Dragons auf Play-Off-Kurs

Dragons setzen erstes AusrufezeichenDragons setzen erstes Ausrufezeichen
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Für das Gastspiel der Dragons in Langenfeld waren die

Rollen klar verteilt. Heilbronn reiste mit der Empfehlung von drei Siegen in

Folge und einem klaren 10:5-Sieg im Hinspiel an, während der Aufsteiger mit

fünf Punkten aus 11 Spielen bislang eine dürftige Saison spielte. Die

Mannschaft von Trainer Stefan Gehrig setzte dann auch gleich zu Beginn des

Spiels eine klare Duftmarke. Gerade sieben Minuten waren gespielt, da führten

die Dragons durch Treffer von Andreas Lung (2., 3.) und Dennis Gross (7.) schon

mit 3:0. Die Gäste erholten sich nur langsam von dem Schock, nutzten aber

gleich ihre erste Überzahl-Situation zum Anschlusstreffer durch Kay Braun (9.).

REV-Kapitän Andreas Lung bekamen die Devils aber nie richtig in den Griff, er

machte mit seinem Treffer zum 4:1 (15.) seinen lupenreinen Hattrick perfekt.

Langenfeld kam wiederum in Überzahl auf 2:4 heran, neun Sekunden vor

Drittelende stellte Frederic Keck jedoch ebenfalls in Überzahl den alten

Abstand wieder her.

Auch im zweiten Drittel spielten die Dragons zunächst noch

überlegen auf und erhöhten erneut durch Andreas Lung gar auf 6:2 (27.). Erneut

in Überzahl antworteten die Devils zwei Minuten später mit dem 3:6.

Mittlerweile wurde das Spiel auf Seiten der Dragons deutlich zerfahrener. „Wir

haben uns viel zu sehr mit den Schiedsrichtern beschäftigt, als auf unsere

eigenen Leistung zu achten“, kommentierte REV-Coach Stefan Gehrig die Leistung

seines Teams. Die hitzige Atmosphäre in der Langenfelder Konrad-Adenauer-Halle

tat dabei ein übriges. Nach mehreren Plänkeleien und Strafzeiten konzentrierten

sich beide Teams erst zum Ende des zweiten Drittels wieder auf ihr Spiel.

Zunächst erhöhte Alexander Weiss in der 36. Minute auf 7:3, Langenfeld

antwortete zwei Minuten später mit dem 4:7 durch Moritz Matzkies. Dabei hatte

REV-Torhüter Martin Friedrich ebenso wie sein gegenüber Jan Braun nicht seinen

besten Tag erwischt.

Eine deutliche Kabinenansprache Gehrigs brachte im letzten Abschnitt

wieder mehr Ruhe in die Reihen der Dragons. Immer öfter tauchte man nun auch

wieder vor dem Langenfelder Tor auf, versäumte es aber, den Sieg frühzeitig in

trockene Tücher zu bringen. Auf das 5:7 von Kurt de Giorgi (50.) fand immerhin

Frederic Keck in Überzahl die richtige Antwort (52.). Nun wurde die Partie noch

einmal spannend: In der 54. Minute verkürzte Langenfeld auf 6:8 und hatte in

der Folgezeit gar noch die Chance zum Anschlusstreffer. Die Dragons zeigten

sich vom Langenfelder Sturmlauf jedoch relativ unbeeindruckt: In den letzten Spielminuten spielten sie

die Partie ruhig und souverän zu Ende.

REV-Trainer Gehrig war mit der Leistung seines Teams nicht

ganz glücklich: „Wir hätten unser Spiel durchziehen und das Spiel frühzeitig

entscheiden müssen, so knapp hätte die Partie nicht enden dürfen.“ Mit Blick

auf das wichtige Spiel in Augsburg in einer Woche meint Gehrig: „Wichtig waren

vor allem die zwei Punkte. In Augsburg ist aber ein ganz anderes Auftreten

gefordert.“ In der Tat steht für die Dragons in Augsburg viel auf dem Spiel.

Mit drei Spielen und sechs Punkten Vorsprung stehen die Dragons aktuell vor

Augsburg auf Platz vier in der Tabelle. Mit einem Sieg könnten man einen großen

Schritt in Richtung Play-Offs tätigen, die bei einer Niederlage jedoch in weite

Ferne rücken würden. Schließlich verlor man das Hinspiel zuhause mit 2:5. (MF)

Tore:

0:1

(01:53) Lung (Weiss)

0:2

(02:33) Lung (Grau)

0:3 (06:14) Gross (Werner)

1:3 (08:50) Braun (Cannoni)

1:4 (14:33) Lung (Kotter)

2:4 (16:33) Cannoni (Gladbach)

2:5

(19:51) Keck (Weiss)

2:6

(26:24) Lung (Keck)

3:6

(28:38) Gladbach (Henke)

3:7

(35:59) Weiss

4:7

(37:49) Matzkies (Henke)

5:7

(49:47) De Giorgi (Heimann)

5:8

(51:49) Keck (Lung)

6:8

(53:25) Cannoni (Gladbach)

 

Statistik:

Zuschauer:

ca. 50

Strafzeiten:

Langenfeld 24, Heilbronn 20

Schiedsrichter:

Heidrich, Scheiler


Für hockeyweb berichten Martin Friedrich (Pressesprecher Dragons Heilbronn) und Robert Sutanto