Vier Auswärtsspiele und der EuropapokalUedesheim Chiefs

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Beide Spiele werden sicher kein Zuckerschlecken für die Chiefs und verlangen zudem völlig unterschiedliche Tugenden. Am Samstag wird auf der großen Eisfläche in Straubing gespielt, wo die „Wölfe“ die Grundlage für die als Aufsteiger bärenstarke Saison legen konnten. Beim derzeitigen Tabellendritten müsste schon viel schief gehen, damit sie noch aus den Play-offs rutschen.

Den Chiefs kommt sicherlich entgegen, dass ein Großteil der Mannschaft auch schon auf dem Eis gestanden hat und das große Feld kennt, auch wenn im Skaterhockey ein Spieler weniger auf der Platte steht. Die beiden bisherigen Gastspiele in Atting konnten die Uedesheimer gewinnen, aber die Wölfe der Jahre 2010 und 2011 sind nicht wirklich mit der diesjährigen Mannschaft zu vergleichen, die sich als Aufsteiger brillant präsentiert.

Verzichten müssen die Gastgeber allerdings auf 28-Tore-Mann Tim Bernhard, der eine Sperre absitzen muss. Im Hinspiel zeigten die Chiefs mit ihre beste Leistung der Saison und gewannen mit 8:2 gegen die Bayern. „Daraus dürfen wir aber keine Schlüsse für das Rückspiel ziehen, es wird eine ganz andere Partie“, glaubt Coach Marcel Mörsch.

Am Sonntag geht es dann weiter nach Augsburg. Der TVA konnte erst am vergangenen Wochenende den Europapokal der Landesmeister erfolgreich verteidigen. Sicher der Höhepunkt der bisher durchwachsenen Saison der Schwaben. Denn der in den letzten Jahren so erfolgsverwöhnte TVA spielt eine wechselhafte Saison und hat nur drei Zähler mehr auf dem Konto als die Chiefs, die mit einem Sieg vorbeiziehen könnten. Was natürlich auch von den Ergebnissen von Samstag abhängig ist, wenn Augsburg zu Hause die Rhein-Main Patriots empfängt.

Die ehemals gefürchtete Festung TVA-Arena wurde erst vor Monatsfrist von den Bissendorfer Panthern eingenommen und auch die Chiefs haben zuletzt gute Erfahrungen in Augsburg gemacht: zum Auftakt der Saison 2013 gelang den Neussern ein 5:4 Sieg in der Fuggerstadt. Das Rückspiel in Uedesheim ging allerdings mit 2:7 verloren. In 2014 treffen beide Teams erstmals aufeinander, doch man kennt sich. Mörsch: „wir spielen jetzt ja schon seit Jahren gegen Augsburg, da gibt’s auf beiden Seiten wenig Geheimnisse. Es wird für uns nicht leicht, aber wir haben dort eigentlich immer gut ausgesehen.“ Der TVA hat mit Lukas Fettinger den aktuell besten Torschützen der Liga in seinen Reihen. Bereits 42 Treffer stehen für den Spezi von Mörsch zu Buche.

Personell geht der Coach davon aus, in beiden Spielen wieder mit drei Reihen auflaufen zu können. Verzichten muss er auf Meikel Thürmann und die Matzken-Brüder, fraglich ist Jerome Bonin, der zwar wieder spielberechtigt, aber erkrankt ist. „Wir fahren nicht die weite Strecke um die Punkte abzuliefern“, ist Mörsch überzeugt. „Wir wollen schon was Zählbares mit zurück nehmen.“


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