Verloren, aber die Moral stimmt

Gelungener Einstieg in die neue SaisonGelungener Einstieg in die neue Saison
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die Crash Eagles Kaarst

haben zwar ihr Spiel in der 1. Skaterhockey-Bundesliga Süd bei

den Breisgau Beasts in Freiburg mit 9:12 verloren, sind aber mit der

Moral ihrer Mannschaft zufrieden. Denn nach 1:5 und 4:10 kämpften

sich die Kaarster wieder heran.

Im heutigen

Auswärtsspiel fehlten die in Kaarst spielenden fünf

Junioren, und Dominik Winter weilt noch in Sofia. Dazu kamen noch

berufliche bedingte, kurzfristige Absagen, so dass sich nur ein

kleiner Tross von neun Spielern auf den Weg in den Schwarzwald

machten. Während der Partie verletzte sich auch noch Verteidiger

Lars Hoffmann am Knie. Rund 30 Minuten konnte Trainer Wolfgang

Hellwig somit nur abwechselnd sieben gesunde Spieler aufs Feld

bringen. Freiburg trat hingegen in voller Besetzung an und machte am

Anfang gehörig Druck auf den Kasten von Philip Inger. Das ging 5

Minuten gut, ehe es zum ersten Mal im Tor klingelte. Anton Bauer

hatte einen Querpass vor das Tor am kurzen Pfosten in Empfang

genommen und brauchte die Kelle nur hinzuhalten. Nach fast ähnlichem

Strickmuster fielen die nächsten zwei Tore innerhalb von 3

Minuten. Tore durch Christoph Mattis (7.) und Luis Dischinger (8.)

erbrachten eine 3:0-Führung für die Gastgeber. Kaarst war

kurz konsterniert und sammelte sich. Es dauerte bis zur 16. Minute

als Michael Geiß auf Vorlage von dem noch gesunden Lars

Hoffmann den 3:1-Anschlusstreffer markierte. Hoffnung keimte kurz

auf. Aber leider nur kurz, denn Freiburg erhöhte per

Doppelschlag in der 18. und 19. Minute auf 5:1. Die Torschützen

waren Kevin Robert und erneut Christoph Matthis.

Die Adler schworen

Besserung. Sie legten auch gleich flott los und igelten die bisher

hut positerten Freiburger in ihrer Hälfte ein. Pascal

Mackenstein und Marco Hellwig konnten durch zwei schnelle Reaktionen

im Torabschluss zum 5:2 (23.) und zum 5:3 (25.) verwerten. Danach war

es ein Spiel auf Augenhöhe, Kaarst drängte, Freiburg

konterte. Dies taten sie heute sehr geschickt und einstudiert. So

gelangen ihnen wieder zwei Treffer innerhalb von 60 Sekunden. Jedes

Mal hieß der Torschütze Benjamin Stehle. Der alte 4-Tore

Abstand hatte wieder Bestand. 7:3. Es kam noch dicker. Die

Kombinationen der Gastgeber wurden immer flüssiger, sie nutzten

die ganze Breite des Spilefeldes, um dann den entscheidenden Pass vor

das Tor zu bringen. Oft hatten sie auch mit der Wand hinter den Toren

einen guten Verbündeten. Die von dort abprallenden Bäälle

flogen alle in den Rücken der Abwehr und Philipp Inger konnte

sich gar nicht so schnell umdrehen, wie der Ball im Tor landete., So

auch in der 29. und 33. Minute. Luis Dischinger, Benjamin Stehle und

Andy Mauderer erhöhten so auf 10:4, lediglich unterbrochen durch

ein Tor von Marco Hellwig in der 30. Minute zum zwischenzeitlichen

8:4. Versöhnlicher sah das Drittelergebnis noch durch einen

weiteren Treffer von Kapitän Michael Geiß zum 10:5 aus,

als er mit einem Schuss aus nächster Entfernung dem Freiburger

Keeper keine Chance ließ.

Luft

holen, sammeln, Kräfte bündeln. So mussten sich die 7

Feldspieler die Pause einteilen, während Lars Hoffmann seine

lädierte Kniescheibe kühlte. Aus der Pause kam wieder ein

engagiertes Team aus Kaarst und machte das Spiel. Verteidiger Bastian

Dietrich knallte in der 43. Minute einen satten Schuss ins kurze Eck

und es stand nur noch 10:6 aus Kaarster Sicht. Nachdem Sascha

Drehmann in der 49. Minute sogar noch der Treffer zum 10:7 gelang,

keimte wieder Hoffnung auf ein Unnetschieden auf. Ein langer Weg

zwar, aber nicht unmöglich bis zu diesem Moment. Freiburg

steckte zurück und überließ Kaarst die Aktionen.

Allerdings stand diesem Vorhaben erneute Benjamin Stehle im Weg. Er

brachte eine genaue Vorlage auf seinen Schläger in der 49.

Minute zum 11:7 im Kaarster Tor unter. Kaarst musste dies erst wieder

verdauen und legte eine kurze Verschaufpause ein, in der der Gegner

stärker vor das Tor der Gäste kam. Inger stand seinen

Mannund die Adler konnten wieder in Richtung Freiburger Tor ihre

Ausflüge beginnen. Erfolgreich. Hendrik Benken verkürzte in

der der 55. Minute auf 11:8. Genau das Hinspielergebnis nach 60

Minuten. Kaum war die Freude über diesen Treffer abgeklungen,

satnd es auch schon wieder 12:8. Anton Bauer nutzte ein

Mißverständnis zweier Kaarster Verteidiger und überwand

Philipp Inger erneut. Kaarst wäre in diesem Jahr nicht Kaarst,

wenn sie nicht kämpfen würden. So blieb es Hendrik Benken

überlassen, den vielleicht entscheidenden Treffer zum 12:9 in

der 58. Minute zu erzielen. Vorlage von Geiß und Benken brachte

den Ball im Getümmel über als erster über die Linie.

Die letzten 150 Sekunden blieben spannend. Kaarst wollte noch ein Tor

erzielen, ging aber nicht mehr so offensiv vor, um sich nicht noch

einen Konter einzufangen. Am Ende waren alle erschöpft, aber

dennoch zufrieden. Wenn man nicht den Anfang ein wenig verschlafen

hätte, dann wäre mehr drin gewesen.