Uedesheim weiterhin ohne Heimpunkt

Uedesheim weiterhin ohne HeimpunktUedesheim weiterhin ohne Heimpunkt
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Bis auf Benni Meschke und David Bromé liefen die Chiefs in Bestbesetzung auf, leisteten sich den ersten Bock allerdings schon nach wenigen Sekunden. Grade mal 42 Sekunden waren gespielt, als die Gäste in Unterzahl in Führung gingen. Tim Hauck lief an Freund und Feind vorbei und konnte einnetzen (0:1 / 1.). Der Ex-Kaarster Mike Höfgen stellte in der gleichen Überzahl jedoch schnell wieder auf 1:1 (2.).

Das Spiel blieb packend. Kaarst spielte Manndeckung über das gesamte Feld und stellte die Chiefs damit nahezu vor unlösbare Probleme. Oftmals brauchte man mehrere Versuche, um überhaupt einen Spielaufbau hinzubekommen. Eine klasse Einzelleistung von Andri Salomonson brachte das 2:1 in der 6. Minute. Danach gab es viel Kampf zu sehen. Kaarst machte die Räume eng und störte dadurch clever das Uedesheimer Spiel. Kamen die Eagles nach vorne, folgte sofort der Abschluss. Nach einer vergebenen Doppelchance von Marcel Mörsch und Tim Schmitz traf Geiß in Minute 18 zum 2:2, in Überzahl brachte Drehmann die Gäste 20 Sekunden vor Drittelende in Front (2:3 / 20.), aber Robert Linke glich eine Sekunde vor Ablauf des Drittels noch zum 3:3 aus (20.).

Im zweiten Drittel dasselbe Bild. Die Chiefs fanden kaum ein Mittel gegen aggressive Eagles und vergeigten besonders in Überzahl beste Chancen in Serie. Philipp Inger im Kaarster Tor stand oft im Mittelpunkt, hielt seinen Mannen aber ganz abgeklärt den Rücken frei. Bis Robert Linke in Überzahl doch mal die Lücke fand und die Chiefs erneut in Führung brachte (4:3 / 29.). Doch die Führung hielt nicht lange – vor dem eigenen Tor vertendelten die Uedesheimer die Kugel und luden Hellwig richtiggehend zum 4:4 ein (34.).

Mike Höfgen und Denis Nimako ließen in der Folge grosse Chancen liegen und zwei Minuten vor Ablauf des Mitteldrittels sahen sich die Chiefs dann in Unterzahl. Nach einem Scharmützel zwischen Aumann und Mörsch an der Bande rechneten wohl alle mit einem Pfiff der guten Referees, aber dieser blieb aus und Drehmann nutzte die allgemeine Ratlosigkeit zu einem humorlosen Schuss durch die Hosenträger von Olli Derigs (4:5 / 40.), der zuvor in einem Zweikampf die Kelle verloren hatte. In den letzten 12 Sekunden konnten die Chiefs nicht mehr antworten.

Im Schlussabschnitt sollte dann schnell der Ausgleich her – genau das Gegenteil traf ein. Zunächst scheiterte Mörsch am Pfosten, danach dachten sich zwei Uedesheimer hinter dem eigenen Tor „nimm du ihn, ich hab ihn sicher“, ließen den Ball für den überraschten Tim Hauck liegen, der sich prompt und völlig ungehindert mit dem 4:6 bedankte (42.). Jetzt mussten die Chiefs noch mehr probieren und hatten auch haufenweise Chancen wieder ranzukommen, doch Inger und auch ein Tick zu viel Verspieltheit standen dem Torerfolg im Weg. Auf der anderen Seite hatte man Glück, als Kaarst binnen weniger Sekunden gleich zwei Mal an der Latte scheiterte.

So lief Minute um Minute von der Uhr, ohne dass man - trotz aller Bemühungen der Spieler – unbedingt das Gefühl hatte, das die Elesen-Truppe an diesem Tag noch mal rankommt. Doch Max Rejhon machte es nach tollem Zuspiel von Jannik Woidtke doch noch mal spannend (5:6 / 56.). Eine Strafzeit gute zwei Minuten vor dem Ende war dann der Genickbruch für Uedesheim. Kaarst ließ die Kugel jetzt sicher in den eigenen Reihen laufen. Drehmann machte dann 17 Sekunden vor der Schlusssirene alles klar und stellte den Endstand von 5:7 her. Nach der Partie gab es natürlich nur lange und noch längere Gesichter im Lager der Chiefs zu sehen. Die Enttäuschung war allgegenwärtig, fragende Blicke überall. Wie schon zuletzt belohnten sich die Chiefs für ihren durchaus grossen Aufwand nicht mit den nötigen Toren, wogegen die Kaarster einige Böcke in der Hintermannschaft der Chiefs gnadenlos und gewinnbringend ausnutzten.

Als nächstes steht den Chiefs nun auch noch ein schweres Auswärtswochenende bevor. Am 7. Mai spielt man in Augsburg, einen Tag später in Atting.