Uedesheim veliert wichtiges Kellerduell deutlichMit dem Rücken zur Wand

Uedesheim veliert wichtiges Kellerduell deutlichUedesheim veliert wichtiges Kellerduell deutlich
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Dabei begannen die Neusser forsch, führten nach zwei schnellen Toren von Raphael Scheu (4.) und Dennis Kobe (5.) früh mit 2:0. Doch dann übernahm Kassel nach und nach mit einfachen Mitteln das Spiel. „Man hat gemerkt, dass Abstiegskampf auch Kopfsache ist“, musste Nico Albrecht feststellen, der gestern an der Bande das Coaching übernahm. „Kassel hat es einfach und gradlinig gespielt. Wir haben zwei, drei Fehler gemacht und konnten uns davon das ganze Spiel nicht mehr erholen.“ Vier Tore erzielten die Gastgeber zur beruhigenden Pausenführung.

Albrecht: „Natürlich haben wir das in der Kabine angesprochen, und wollten mit neuem Mut rausgehen.“ Der war jedoch wie weggeblasen, als Unger nach nur 20 Sekunden auf 5:2 stellte (21.). Danach war es kein schönes Spiel. Kassel zerstörte mit einfachsten Mitteln das Spiel der Chiefs, die überhaupt keinen Zugriff auf die Partie mehr fanden. „Wir haben nur 5 Schüsse im zweiten Drittel abgegeben, das ist zu wenig“, befand der Coach. „So viel mehr hatte Kassel zwar auch nicht, aber sie haben halt 5 Buden gemacht.“ Beim Stand von 9:2 war das Spiel nach 40 Minuten mehr oder weniger entschieden.

Aufgeben wollte Uedesheim jedoch noch nicht. So lange die Kräfte reichten – was gestern eindeutig nicht über 60 Minuten der Fall war – schmiss man sich in jeden Schuss und ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Aber die Hausherren spielten es auch ohne ihre Eishockeyspieler nun clever runter, die beiden Treffer der Chiefs durch Scheu (43.) und Jakob Matzken (54.) waren nicht mehr als Ergebniskosmetik.

„Das war heute Abstiegskampf pur. Den Kampf haben wir zwar angenommen, da kann ich keinem der Jungs einen Vorwurf machen. Aber die Mittel fehlten uns heute. Die Jungs haben in dieser Saison schon bewiesen, das sie es können, aber sind heute nicht aus diesem Sog rausgekommen“, bilanzierte der Bandenchef später. „Es ist klar, alle sind extrem enttäuscht, jeder muss das erstmal auf seine Art und Weise verarbeiten.“

Damit werden die letzten fünf Partien der Saison für Uedesheim zur Mammutaufgabe. Weiter geht es am 13. und 14. August mit einem Doppelspieltag. Samstags reist man nach Duisburg (18 Uhr), Sonntag steht das Derby gegen Kaarst auf dem Programm (16 Uhr). Und bei nun fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer (plus dem schlechteren direkten Vergleich gegen Kassel und auch absolut dem schlechtesten Torverhältnis) zählen nun nur noch Siege. Egal wie. Markus Krawinkel wird die Truppe in der kommenden Woche wieder aufbauen und auf diese wichtigen Spiele vorbereiten müssen.