Trotz 7:12-Niederlage gar nicht schlechtRostocker Nasenbären

Trotz 7:12-Niederlage gar nicht schlechtTrotz 7:12-Niederlage gar nicht schlecht
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Mit einem Minikader von sieben Feldspielern plus Torhüter, der aus Mangel an Verteidigern und Stürmern zudem mit 4 Akteuren aus der zweiten Mannschaft der Ostseestädter aufgefüllt werden musste, ging es also unter schwierigsten Vorzeichen zum Saisonabschluss ins Ruhrgebiet. Am Ende eines couragierten Auftretens der Gäste stand leider eine unglückliche und in der Deutlichkeit leider zu hoch geratene 7:12 (4:2, 1:2, 2:8)-Niederlage für die Nasenbären zu Buche.

Die frühe Spielansetzung um 10 Uhr morgens schadete dem Auftreten des Vorjahres-Meisters von der Warnow zunächst nicht sonderlich, führte er doch bis zur 46. Minute sogar mit 7:5. Für die Nasenbären hatten bis dahin fast alle Feldspieler schon ins gegnerische Tor getroffen. Sascha Hainke begann mit dem Torreigen für die Norddeutschen, gefolgt von Felix Birkholz, Marcel Dachner (2), Ronny Marquard (2) sowie Christian Ciupka. In den letzten 10 Spielminuten machte sich dann jedoch insbesondere der dünne Auswärts-Kader, die weite Anreise und der seit knapp zwei Monaten fast vollständig eingestellte Trainingsbetrieb bemerkbar und die Hausherren drehten das Spiel vollständig. Henry Thode zwischen den Pfosten der Rostocker konnte einem hernach schon fast leidtun, musste er doch in der Schlussphase fast minütlich hinter sich greifen. Da half es auch nichts, dass Obernasenbär Christian Ciupka gefühlte 55 Minuten Einsatzzeit aufs Parkett stemmte. Zum Schluss brachten den Mannen um Goalgetter Sascha Heinke ihre zweieinhalb gut gespielte Drittel nichts, sie knickten konditionell einfach ein und mussten mit dieser unglücklichen Schlappe im Gepäck die Heimreise antreten.

Nichtsdestotrotz war Vereinsvorsitzender Christian Ciupka nicht unzufrieden und lobte vor allem den tollen Einsatz der „Ersatzmänner“ aus der Nasenbären-Reserve, die zunächst nominell für Spielfähigkeit gesorgt hatten und anschließend mit viel Einsatz, Kampfgeist und drei Toren ihre Farben so lange im Spiel gehalten hatten.

Als nun drittplatziertes Team in der Abschlusstabelle der 2. Bundesliga Nord sind die Rostocker Nasenbären theoretisch sogar für die eingleisige 1. Bundesliga aufstiegsberechtigt, da der Tabellen-Zweite aus Lüneburg bereits auf diese Option verzichtet hat und der Nord-Meister aus Bremerhaven momentan noch prüft, sein Aufstiegsrecht wahrzunehmen. Dazu bleibt abzuwarten, wie sich die Teams der Süd-Gruppe entscheiden. So sind die Warnowstädter gefragt, ob sich dieser Schritt sportlich und finanziell realisieren lässt.