Thomas Hutmachers Comeback wird zum Freudenfest

Hotdogs besiegen KollnauHotdogs besiegen Kollnau
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Die Hotdogs Bräunlingen haben in der 2. Skaterhockey-Bundesliga Süd einen klaren 9:1-Sieg gegen die Commander Velbert eingefahren. „Das, was wir bisher gespielt haben, ist absolut okay. Doch da geht noch weit mehr. Wir haben heute abend hier vor unseren Fans die große Gelegenheit, Velbert nicht nur zu besiegen, sondern wirklich überzeugend zu besiegen. Also geht da raus und lasst es weitere 40 Minuten so richtig krachen!“, so Co-Trainer Paddy Fritschi nach dem ersten Drittel. In den vorangegangenen 20 Minuten bereits hatten die Hotdogs den Gast aus dem Rheinland, beziehungsweise sein (zumindest) gestriges Leistungspotenzial, recht schnell ausgeguckt und von Beginn an das Spiel und dessen Tempo bestimmt. Durch einen Doppelpack des erneut in bestechender Form befindlichen Andreas Bernstorff und die jeweilige Vorarbeit seines kongenialen Sturmpartners Stefan Ziegler, waren die Hunde in der dritten und zwölften Minute mit 2:0 in Führung gegangen, ehe Philipp Butkus nach einem Distanzschuss von Rückkehrer Thomas Hutmacher zum 3:0 abfälschen konnte. Der 1:3-Anschlusstreffer der Gäste durch den alleingelassenen Schlüter, Sekunden vor der ersten Pause im Power Play, sollte nachhaltig gesehen der einzige Wermutstropfen in einer über 60 Minuten souverän gestalteten Bräunlinger Partie bleiben, der aber Bräunlingens Goalie Dominik Müller auch den durchaus möglichen Shutout vermasselte.

Die Hotdogs legten beflügelt durch das gute Startdrittel im Mittelabschnitt nach und kamen in der 22. Minute durch Kapitän Philipp Rosenstihl, in der 29. Minute durch Thomas Hutmacher sowie in der 30. Minute durch Andreas Demitter zu einer komfortablen 6:1-Führung. Die Gäste aus Velbert wirkten nun zwischenzeitlich regelrecht schwindelig gespielt ob der zahlreichen Chancen, die sich für Bräunlingen ergaben, jedoch nicht ausnahmslos genutzt wurden. Gerade der Treffer zum 4:1 durch Philipp Rosenstihl war ein Paradebeispiel, wie sehr sich die Abgestimmtheit in Reihen der Dogs in den letzten Wochen verbessert hat. Velbert kam mit dem Tempo, das die Hausherren vorgaben, einfach nicht mit: Kai Ziegler lief von links auf das Gästegehäuse zu, verlud durch seinen Antritt Gegenspieler wie Torhüter der Gäste und der hinterhergeeilte Bräunlinger Kapitän musste nach einem gut platzierten Droppass nurmehr in die komplett offene, kurze Ecke einschieben. Thomas Hutmacher, der ein überragendes Comeback feierte und insgesamt bester Bräunlinger Akteur war, konnte mit zwei Punkten zu seiner Rückkehr nicht nur auf dem Punktekonto, sondern auch durch guten Einsatz in der Defensive voll überzeugen. Während einer Velberter Überzahl, und in Puncto Powerplay sind die Commanders ein sehr unangenehmer Gegner, gelang es Hutmacher zunächst, den Ball über 20 Sekunden von gleich drei Gästeangreifern fern zu halten, um nur kurz darauf einen gefährlichen Aufbau in Richtung Gästegehäuse einzuleiten, der aber von Velberts bestem Spieler, Torhüter Henneke, stark parierte werden konnte. Für Henneke war trotz guter Vorstellung kurze Zeit nach dem sechsten Gegentreffer Feierabend, in der 30. Minute übernahm Oliver Winter zwischen den Pfosten der Rheinländer. Diesem und seinen Vorderleuten gelang es dann auch, keine weiteren Tore bis zur zweiten Drittelpause zu kassieren.

Nach einer unnötigen Fünf-Minuten-Strafe gegen Stefan Ziegler in der 37. und einer umstrittenen Zwei-Minuten-Strafe gegen Philipp Rosenstihl in der 40. Minute begann der Schlussabschnitt mit einer doppelten Überzahlgelegenheit für die Commanders. Und wie oben schon angeführt, scheint dieser Sektor wohl eine der Paradedisziplinen der Gäste zu sein. Zumindest gelang es hier, immer wieder Druck auf Müllers Gehäuse zu entwickeln und Torschüsse zu verbuchen. So auch in dieser 2:4-Unterzahl der Bräunlinger. Doch sowohl das Duo Andreas Lautemann/Michael Rosenstihl, als auch die später eingewechselte Formation Thomas Hutmacher/Daniel Moritz inklusive Goalie Dominik Müller konnten in diesen zwei starken Velberter Minuten alles zunichte machen, was auf das Gastgebertor kam, was widerum vonseiten der zahlreichen und offensichtlich zufriedenen Bräunlinger Fanschar mit Szenenapplaus honoriert wurde. Nach dieser letzten und nicht genutzten Velberter Gelegenheit, um vielleicht doch noch einmal in die Partie zurück zu kommen, war der Bann der Gäste vollends gebrochen. Martin Lange (Assist Philipp Rosenstihl) und Philipp Rosenstihl sorgten durch einen Doppelschlag in der 49. Minute für das 7:1 und 8:1, bevor Andreas Demitter nach Stefan Zieglers drittem Assist an diesem Abend in einer weiteren Bräunlinger Überzahl mit einem satten Hammer den 9:1-Endstand perfekt machte.