Steel Bulls scheitern an den Chiefs

Steel Bulls scheitern an den ChiefsSteel Bulls scheitern an den Chiefs
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Das Spiel zwischen dem Regionalligisten und dem Bundesligisten begann mit einem Paukenschlag. Robert Linke legte sich den Ball, der vom Eröffnungsbully hochgestiegen war, vor und hämmerte diesen mit einem mächtigen Schlagschuss direkt ins Tor. Fünf Sekunden waren erst gespielt. Ein Spiel mit offenem Visier war eröffnet. Chancen ergaben sich auf beiden Seiten. In der dritten Spielminute hatten die Bulls Pech. Ein Ball prallte von der Rückwand ab und landete direkt auf dem Tor von Uedesheim. Von dort prallte er zurück ins Spiel, direkt am Einschuss bereiten Stürmer der Bulls vorbei. Einige Sekunden später war es jedoch soweit. Ausgleichstreffer durch Sebastian Schulte auf Vorlage von Alexander Seel. 1:1 bei 3:28. Knapp eine Minute später konnten die Bulls sogar in Führung gehen. Mirko Reinke nahm Maß und hämmerte den Ball per Schlagschuss direkt am Torwart vorbei ins Tor. 2:1 bei 4:45. Die Freude über die verdiente Führung währte jedoch nur eine halbe Minute. Hellwig konnte den Ball von der Grundlinie an Sven Doual vorbei ins Tor schlenzen. Das Spiel wogte nun hin und her. In der achten Spielminute hatte Felix Neuendorf großes Pech. Hatte er den Torwart schon umspielt, konnte er den Ball danach nicht mehr kontrollieren und auf das Tor schießen oder einem Nebenmann den Ball zuspielen. Weitere Chancen blieben auf beiden Seiten ungenutzt. Sven Doual zeigte immer wieder, dass er trotz seines Alters noch immer zu einem der besten Torleute der Liga gehört. In der 15. Minute konnten die Chiefs eine Schwäche in der Abwehr der Bulls nutzen und erneut in Führung gehen. Besonders bitter, da die Bulls in diesem Moment in Überzahl spielten. Die nächste Überzahl konnte jedoch besser genutzt werden. Felix Neuendorf wurde von Mark Jablonski, der hinter dem Tor stand, freigespielt und netzte ohne Problem zum 3:3 Ausgleich ein. Das Unentschieden konnte jedoch nicht lange gehalten werden. Bereits 50 Sekunden später brachte erneut Linke die Chiefs in Führung. Mit 3:4 ging es in die erste Pause.

Mit Schwung kamen die Bulls wieder zurück und machten viel Druck. Nach 50 Sekunden hatte Felix Neuendorf mit einem Schlagschuss Pech, der nur die Latte traf. Nach 135 Sekunden umkurvte Sven Johannhardt zwei Verteidiger und den Torwart und schob zum umjubelten Ausgleich ein. In der 24. Minute erhöhte Jan Otto sogar auf 5:4, als er bedrängt aus der linken Ecke direkt in den Winkel traf. Die Führung hielt leider wieder nur knapp eine Minute. Sebastian Schreiber schlenzte den Ball aus der rechten Angriffsseite ins Tor. Danach wieder Chancen auf beiden Seiten. Uedesheim gelang der erneute Führungstreffer in der 30. Spielminute. Höfgen wurde in Überzahl freigespielt und konnte aus der rechten Spielhälfte ungehindert einschieben. Nur wenige Sekunden später vergab Sebastian Schulte die Ausgleichsmöglichkeit für die Bulls. In der 33. Minute erhöhte erneut Höfgen per Schlagschuss von der Mittellinie auf 5:7. Danach wieder Chancen auf beiden Seiten. Pech hatte Uedesheim mit einem Lattentreffer in der 37. Minute. Mit 5:7 ging es in die zweite Pause.

Coach Norbert Krause versuchte noch einmal seine Truppe wach zu rütteln und zu einer Aufholjagd zu beflügeln. Man machte wieder viel Druck auf den Kasten der Uedesheimer, entblößte aber immer wieder die eigene Verteidigung. So gelang in der 46. Minute Robert Linke aus sehr spitzem Winkel von der rechten Seite das 5:8 für Uedesheim. Ein wenig Resignation machte sich bei den Bulls breit. Erst recht, als David Frerix in der 51. Minute den Ball nach schönem Zuspiel Sven Doual durch die Beine spitzelte. Knapp 90 Sekunden später konnte Nils Bohle nach einer Vorlage von Sebastian Schulte auf 6:9 verkürzen. Weitere gute Chancen zur Verkürzung wurden jedoch vergeben. Robert Eefting erhöhte in der 55. Spielminute auf 7:10 für die Chiefs. Mirko Reinke blieb es vorbehalten per Nachschuss in der 57. Spielminute den letzten Treffer für die Bulls zu erzielen. Den Schlusspunkt zum 7:11 setzte Höfgen mit einem Schlenzer von der linken Seite direkt ins Eck. Schockmomente in der Schlussminute als der Chiefs-Torwart Malte Rütten nach einem Zusammenprall liegen blieb. Zum Glück konnte er jedoch nach kurzer Verschnaufpause weiterspielen.

Die Chiefs ziehen mit diesem Sieg ins Pokal-Viertelfinale ein. Die Steel Bulls verabschieden sich jedoch mit erhobenem Haupt. Ein Zwei-Klassen-Unterschied konnte während des gesamten Spiels nicht ausgemacht werden. Höchstens in der Effektivität hatten die Chiefs die Nase vorn.