Starke Schlussphase nicht belohnt

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In einem Duell auf Augenhöhe begegneten sich die Rhein-Main Patriots und der Crefelder SC am Samstag in der Sporthalle Horkesgath in Krefeld. Lange tasteten sich beide Teams ab. In der fünften Spielminute dann eine Hinausstellung gegen die Patriots und somit die erste Strafzeit in diesem Spiel. Krefeld versuchte ein Powerplay aufzuziehen, doch Patriots-Stürmer Töteberg stahl ihnen den Ball und konnte allein auf CSC-Torwart Müller denn Ball zum 1:0 einschieben. Doch fünf Minuten später war es dann Wasja Steinborn, der für Krefeld zum Ausgleich traf. In Spielminute 13 dann die erste Strafzeit für die Hausherren, und es war Jan Barta, der auf Zuspiel von Marcel Patejdl zur erneuten Führung der Patriots einnetzte. Doch Krefeld zeigte seine Heimstärke und so war es Dennis Winkels, der nur zwei Minuten später, am langen Pfosten frei stehend, zum 2:2 Ausgleich einschoss. In der 18. Minute war es dann erneut Steinborn, der die erstmalige Führung der Skating Bears markierte. 

Im zweiten Abschnitt hatten erneut die Patriots den besseren Start. Nach überstandener Unterzahl war es Christoph Bierschenk, der mit seinem ersten Saisontreffer den viel umjubelten Ausgleich herstellte. Doch mit fortlaufender Zeit sollten nicht die Akteure beider Mannschaften, sondern das Schiedsrichtergespann mehr und mehr in den Vordergrund des Spiel rücken. Eine weitere Strafzeit für die Niddataler nutzten die Hausherren durch Zillen in der 28. Minute für die erneute Führung. Von nun an begann es auf den Strafbänken beider Teams voller zu werden. Einer Zwei-Minuten-Strafe für Krefeld folgte unmittelbar für beide Teams eine zehnminütige Disziplinarstrafe. Bei den Patriots traf es Marco Forster. Eine schwere Situation für Patriots-Coach Pfannmüller, der aufgrund der Ausfälle von Trautmann, Ressel und Bannenberg mit nur elf Feldspielern anreisen musste. Ein klarer Vorteil für die mit 14 Feldspielern angetretenen Hausherren. Diesen auch nutzend war es Andre Kammen in der 33., der zum 5:3 für die Skating Bears erhöhte. Weitere Strafzeiten auf beiden Seiten sollten keine Ergebnisveränderung in diesem Spielabschnitt einbringen. Doch einen Aufreger sollte es noch geben. Einer gegen Jan Barta angezeigte Strafzeit folgte eine Disziplinarstrafe wegen angeblichen absichtlichen Wegschießen des Balls, obwohl lediglich eine Rettungstat vor dem eigenen Tor der Grund dieser Situation war. Völlig unverständlich musste Barta somit für zwölf Minuten in die Kühlbox.

Den Schlussabschnitt mussten die Patriots daher  in Unterzahl beginnen. Das 6:3 die Folge. Doch die Patriots gaben nicht auf und zeigten Moral. In der 46. Nahm sich Marcel Patejdl ein Herz und schoss zum 6:4 für die Patriots ein. Einen erneuten Treffer zum 7:4 steckten die Patriots ebenfalls wieder weg und kamen in der 53. Minute durch Marco Forster wieder heran. Als der wieder zurückgekehrte Jan Barta in der 58. Minute gar auf 7:6 verkürzte versuchten die Patriots nochmal alles, wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Chancen waren da,  doch am Ende reichte es nicht.

„Mit der Leistung meiner Mannschaft kann ich heute zufrieden sein. Betrachtet man die Ausfälle und den Spielverlauf. Ich denke die Zuschauer haben ein ordentliches und abwechslungsreiches Spiel gesehen. Einzig mit der in meinen Augen übertriebenen Strafzeitenflut der Schiedsrichter kann ich nicht zufrieden sein. Ich denke das Spiel war hart, aber nie derart unfair, das beide Teams mit jeweils zwei gelben Karten bedacht werden müssen. Ich finde Schiedsrichter sollen negative Emotionen aus dem Spiel nehmen und nicht hineinbringen, aber das ist absolut nicht der Grund für die Niederlage, sondern für den Sport einfach nur schade. In der einen oder anderen Situation müssen wir uns einfach cleverer Verhalten“, so das Trainergespann der Patriots Pfannmüller/Hofmann einstimmig.

Zuversichtlich können sie ja sein, werden doch ab kommender Woche mit Pierre Wex, Tim May und Kevin Napravnik gleich drei starke Spieler zum Patriots-Kader dazu stoßen. Ebenso werden mit Trautmann, Bannenberg und Ressel weitere drei Leistungsträger in den Kader zurückkehren.