Spiel und Kapitän verloren

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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Die zweite Niederlage im dritten Spiel mussten die Uedesheim Chiefs am Sonntag gegen den TV Augsburg in der 1. Skaterhockey-Bundesliga Süd hinnehmen. 5:9 (1:1, 2:5, 2:3) stand es nach 60 Minuten. Neben dem Spiel verloren die Chiefs zudem noch ihren Kapitän Marcel Mörsch, der nach einem vermeintlichen Stockstich die rote Karte sah.

Erneut fanden sich bei sommerlichen Temperaturen nur wenige Zuschauer im „Chiefs Garden“ ein, und diese sahen auch noch einen Blitzstart der Gäste. Keine 90 Sekunden dauerte es, da lag die Kugel zum ersten Mal im Tor von Chiefs-Goalie Marc Baumgarth. Es sollte das erste von gleich fünf Treffern von Kozlovsky sein (0:1 / 2.). Die Chiefs zeigten sich allerdings kaum geschockt und kämpften sich rein in die Partie. Zwei Überzahlsituationen blieben ungenutzt, danach netzte Meikel Thürmann zum Ausgleich ein (1:1 / 16.). Beide Teams hatten einige gute Chancen, aber die beiden Keeper, Baumgarth bei den Chiefs und Andreas Fuchs im Tor der Gäste, zeigten gute Paraden.

Im zweiten Abschnitt blieb die Partie weiter ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Ein schnelles erstes Tor hatten jedoch erneut die Gäste zu bieten. Dietrich setzte die Kugel verdeckt von der Mittellinie flach ins lange Eck zum 1:2 (23.). Kurz darauf waren die Chiefs endlich mal in Überzahl erfolgreich. Paddy Komor spielte Benni Aumann hervorragend frei und der Youngster besorgte den erneuten Ausgleich (2:2 / 26.). Das auch die Gäste in Überzahl gefährlich sind, bewiesen sie kurz darauf: Klundt hämmerte die Kugel humorlos in die Maschen und brachte den TVA wieder in Front (2:3 / 28.). Das gefiel Pascal Patten allerdings gar nicht. Der Stürmer kurvte über das ganze Feld und schlenzte zum schnellen Ausgleich ein (3:3 / 29.). Weiter ging es zügig hin- und her mit Chancen auf beiden Seiten, und die nächste Strafzeit der Chiefs brachte Augsburg dann auf die Siegerstraße. Geduldig auf den freien Mann wartend spielten die Bayern die Chiefs-Defensive erneut aus und Kozlovsky durfte leicht zum 3:4 einschieben (32.). Das reichte dem Stürmer aber noch nicht, und nur zwei Minuten später legte er das 3:5 nach (34.).

Es folgte die umstrittenste Szene der Partie (37.). Zunächst wurde Sebastian Muhs hinter dem Tor der Gäste „klar gefoult“, wie Chiefs-Coach Peter Schrills später feststellte. Es gab keinen Pfiff, stattdessen lief das Spiel weiter und Marcel Mörsch setzte einen harten Check gegen Dietrich an. Der blieb liegen und nach langen Diskussionen bekam der Uedesheimer Kapitän die rote Karte unter die Nase gehalten. Es soll ein Stockstich gewesen sein, was laut Schrills „ein absoluter Witz“ war. Nun rückte Olli Derigs zwischen die Pfosten und Pawel Michalowski brummte die Fünf-Minuten Strafe ab. Augsburg blieb cool, spielte weiter gut in Überzahl und Kozlovsky traf zum 3:6 (39.).

Das letzte Drittel begannen die Chiefs weiterhin in Unterzahl, M. Nies nutzte das nach nicht mal eine Minute zum 3:7 (41.). Dass die Moral bei den Chiefs noch in Takt ist, zeigte die Mannschaft in der Schlussviertelstunde. Zunächst traf Komor mit einem verdeckten Schuss zum 4:7 (47.), nur wenige Sekunden danach platzierte Christoph Clemens einen Freistoss direkt im Augsburger Tor (5:7 / 48.). Doch wieder stand man sich selbst im Weg: Strafzeit statt Aufholjagd, Tor für Augsburg. Erneut war Kozlovsky der Torschütze (5:8 / 52.). Damit war die Partie entschieden. Beide Teams zeigten jetzt noch ein paar Minuten schönes Offensivhockey und beide Keeper durften noch mal ihre Klasse nachweisen. Die letzten beiden Minuten versuchten die Chiefs es ohne Keeper und fingen sich dabei den 5:9-Endstand ein (60.). Fettinger wurde das eigentliche Eigentor zugeschrieben.