Spannung bis zur letzten Sekunde

Spannung bis zur letzten SekundeSpannung bis zur letzten Sekunde
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Bereits nach 66 Sekunden war es Marco Forster, der auf Zuspiel von Christian Unger das 1:0 markierte. In der Folge weitere Chancen für die Patriots. Die größte Möglichkeit hatte Steven Töteberg, der mit einem Heber nur die Latte traf. „Machst du keinen, kriegst du einen“, und so war es in der neunten Spielminute Phillipp Brinkmann, der für Lüdenscheid den Ausgleich besorgte. Zwei Minuten später klingelte es erneut im Kasten von Ingo Schwarz. Tim Marek gelang die Führung für die Sauerländer. Die Patriots nun mit ihrer schwächsten Phase des Spiels, doch Ingo Schwarz verhinderte mit starken Paraden ein ums andere Mal einen weiteren Lüdenscheider Treffer, und so ging es mit diesem knappen 1:2-Rückstand aus Sicht der Niddataler in die erste Pause.

Deutliche Worte sollten die Spieler um Trainer Patric Pfannmüller wach rütteln, und wieder zu ihrem Spiel finden lassen. Mehr Druck auf den Ballführenden und das gegnerische Tor war die Devise. Von den Spielern umgesetzt machten die Gäste Strafzeiten. Im Training der letzten Woche intensiv am Powerplay gearbeitet, war es Neuzugang Jan Barta, der mit einem platzierten Schuss nach schönem Pass von Christian Unger den 2:2-Ausgleich (23.) markierte. Die Patriots mit drei Reihen agierend waren nun wacher und spritziger. Logische Folge in der 30. Spielminute das 3:2 durch Christian Unger. Weiter Druck machend erspielte man sich noch einige Torchancen, die jedoch ungenutzt blieben. Zum Ende des zweiten Spielabschnitts wurde es dann hektischer, wozu die etwas verunsichert wirkenden Schiedsrichter keinen geringen Anteil leisteten. Zahlreiche Diskussions-Unterbrechungen verhinderten den Spielfluss beider Mannschaften. Nachdem bereits mit Unger und Krüer jeweils ein Spieler auf der Strafbank hat Platz nehmen müssen, gab es zum Abschluss des zweiten Drittels eine weitere Herausstellung der Gäste.

Mit einem Feldspieler mehr auf dem Feld war es dann erneut Jan Barta, der nach nur 27 Sekunden eine einstudierte Spielsituation nach Pass von Marcel Patejdl zum 4:2 nutzte. Alles schien für die Hausherren nach Plan zu laufen, doch dann waren es die Strafzeiten auf hessischer Seite, die das Spiel wieder spannend werden lassen sollten. In nur 70 Sekunden konnten die Lüdenscheider bei zwei aufeinander folgenden Hinausstellungen von Steven Töteberg und Marcel Patejdl zum 4:4 ausgleichen. Alles wieder offen und noch zehn Minuten zu spielen. Die Patriots wieder komplett wirkten entschlossener und so konnte Christian Unger(52.) mit seinem zweiten Treffer die erneute Führung für die Patriots erzielen. Strafzeit gegen Lüdenscheid und die Patriots erneut mit der Chance. Wieder nur wenige Sekunden verstrichen und da war es Hannes Ressel, der zum 6:4 einnetzte. Noch sechs Minuten zu spielen und alles schien zu laufen. Doch dann wieder eine Strafzeit, die das Spiel spannend machen sollte. Christian Unger musste für zwei Minuten in die Kühlbox. Beide Teams waren mit einem sehr guten Powerplay an diesem Abend ausgestattet. Und so konnte Lüdenscheid durch Andre Bruch auf 6:5 verkürzen. Die letzten drei Minuten hatten es in sich. Lüdenscheid drängte auf den Ausgleich, nahm den Torwart an Stelle eines fünften Feldspielers vom Feld. Es ging hin und her. Steven Töteberg hatte 40 Sekunden vor Schluss die Entscheidung auf dem Schläger, scheiterte aber freistehend vor dem Tor noch am Schläger eines zurückgeeilten Lüdenscheider Abwehrspielers. Lüdenscheid mit dem Mut der Verzweiflung kam ebenfalls noch gefährlich vor das Tor der Patriots. Doch fanden die Sauerländer Angreifer immer wieder ihren Meister in Patriots-Schlussmann Ingo Schwarz.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir dieses wichtige Spiel gewinnen konnten. Wir haben uns das Leben jedoch stellenweise selber schwer gemacht, da fehlt noch die Konstanz, aber das ist noch der frühen Saisonphase geschuldet. Ein wichtiger Grund für diesen Erfolg war, dass wir über weite Strecken des Spiels mit drei Reihen agieren konnten. Die Jungs besonders in der dritten Reihe haben einen super Job gemacht, dass möchte ich hier einmal deutlich erwähnen“, war Trainer Patric Pfannmüller sichtlich erleichtert. Lüdenscheids Trainer Carsten Lang sagte zum Spiel: „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen, sie hat toll gekämpft und bin optimistisch fürs Rückspiel den ,Patriots-Fluch’ mit vier Niederlagen in vier Spielen zu beenden.“