Skaterhockey-Nationalmannschaft startet in die EMEuropameisterschaft in Rødovre

Skaterhockey-Nationalmannschaft startet in die EMSkaterhockey-Nationalmannschaft startet in die EM
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„Laufwege, Laufwege, Laufwege – und Über- und Unterzahl“, beschreibt Manfred Schmitz, Bundestrainer aus Duisburg, die Arbeit am vergangenen Wochenende. Denn die Mannschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr drastisch veränder. „Es sind zwölf Neue dabei und nur fünf aus dem alten Kader“, erklärt Schmitz. Der Grund: „Da haben sich einige Spieler bei der letzten EM Undiszipliniertheiten geleistet. Die sind für dieses Jahr raus. Nächstes Jahr können sie sich wieder empfehlen, aber jeder muss wissen, wo es lang geht“, hat der Bundestrainer durchgegriffen.

Der Umbau des Teams hat es dem Coach auch ermöglicht, den Kader entsprechend zusammenzustellen. „Dänemark will zu Hause den Titel holen und wird einige kräftige Eishockeyspieler dabei haben, die auf Körper spielen“, so Schmitz. Da sind Spieler wie der Duisburger Sebastian Schneider natürlich die richtige Antwort. Das gleiche gilt auch für den Bissendorfer Sebastian Miller sowie die Augsburger Florian Nies und Nicolai Wagner. Ärgerlicherweise fallen mit Kai Esser und Lukas Fettinger zwei bärenstarke Spieler aus.

Bei der EM werden diesmal nur die fünf stärksten Nationen dabei sein. Polen und die Niederlande mussten aus finanziellen Gründen passen. Russland und Israel, die im Nachwuchs bereits sehr aktiv sind, sind bei den Senioren noch nicht dabei. Schmitz: „Ich hoffe, dass sich das bald ändert. Bei Israel habe ich einen bärenstarken Spieler gesehen. Das nächste internationale Meeting findet in Tel Aviv statt.“

Die nächste EM steigt 2014 in Deutschland, genauer gesagt in Kaarst – danach finden die Titelkämpfe nur noch alle zwei Jahre statt; dafür aber wird das Turnier wohl einen Tag länger dauern. „Ich hoffe, dass das dann auch allen Verbänden die Möglichkeit gibt, regelmäßig teilzunehmen“, so Schmitz. Das diesmal kleine Feld ermöglicht eine gestoppte Spielzeit von dreimal 15 Minuten. „Das ist besser. Sonst waren es kurze Spiele, in denen ein Gegentor entscheidend sein konnte.“ Das Ziel des ISHD-Teams ist klar: „Wir wollen ins Finale.“

Als Kapitän hat das Team den Ducks-Stürmer Paul Fiedler gewählt; sein Assistent ist der Kölner David Weisheit.

Der Spielplan:

In der Zeit vom 25. bis zum 27. Oktober findet die Skaterhockey-Europameisterschaft in Rødovre, einen Vorort der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. In der Vorrunde bestreitet die deutsche Nationalmannschaft vier Spiele gegen Österreich (25.10., 9.30 Uhr), Großbritannien (25.10., 13.30 Uhr), Schweiz (26.10., 11.30 Uhr) und Dänemark (26.10., 17.30 Uhr). Am Sonntag folgt ab 9 Uhr die Endrunde. Das Finale ist für 18.15 Uhr vorgesehen. Alle Spiele werden über dreimal 15 Minuten gestoppter Zeit ausgetragen; nur die Platzierungsspiele werden auf zweimal 20 Minuten verkürzt.

Der Kader:

Tor: Jonas Mende (Samurai Iserlohn), Jonas Mohr (Highlander Lüdenscheid), Danny Sellmann (Bissendorfer Panther).

Verteidigung: Lennart Flanz (Samurai Iserlohn), Sebastian Miller (Bissendorfer Panther), Florian Nies (TV Augsburg), Sebastian Schneider (Duisburg Ducks), Tobias Stöckhardt (SHC Rockets Essen), Nicolai Wagner (TV Augsburg), Kevin Markus Wilson (Duisburg Ducks).

Sturm: Paul Fiedler (C, Duisburg Ducks), Marco Hellwig (Uedesheim Chiefs), Fabian Lenz (Duisburg Ducks), Tim Linke (Samurai Iserlohn), Pascal Poerschke (Samurai Iserlohn), Hannes Ressel (IVA Rhein Main Patriots), David Weisheit (HC Köln-West Rheinos), Robin Weisheit (HC Köln-West Rheinos).

Betreuerstab: Manfred Schmitz (Trainer), Stefan Gehrig (Co-Trainer), Stefan Brütt (Manager), Christian Fiebig (Betreuer), Norbert Böckels (Betreuer), Dr. Christian Rülander (Mannschaftsarzt), Maik Naika (Physiotherapie), Celina Bührer (Physiotherapie).