Skaterhockey-EM: Jubel bei den Frauen, Trauer bei den Männern

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Candy Wilson läuft zum letzten Penalty an. Die Duisburgerin verlädt die Schweizer Torhüterin. Jetzt muss Torhüterin Stefanie Hruby mit ihren gerade einmal 15 Jahren nur noch den Ball festhalten. Nur noch diesen einen.

Und sie macht's!

Die deutschen Skaterhockey-Spielerinnen stürmen auf die Bissendorferin zu, begraben sie unter sich. In einem ungeheuer spannenden Krimi besiegte das Frauen-Nationalteam die Schweiz bei der Europameisterschaft im österreichischen Steindorf mit 8:7 nach Penaltyschießen.

Gleich darauf ging es aber weiter. Mit Daumendrücken. Auch die deutschen Männer standen im Endspiel. Auch gegen die Schweiz. So wie schon in den vergangenen beiden Jahren, als die Deutschen die Eidgenossen stets besiegten und die EM-Titel vier und fünf einfuhren.

Doch es half nicht. Weder das Daumendrücken. Noch die Massagen im Hotel direkt am Ossiacher See. Die Schweizer revanchierten sich für die vergangenen Jahre und gewannen 4:3. Dabei hatte es für die deutschen Herren so gut ausgehen. Ungeschlagen marschierte das Team durch Vorrunde und Halbfinale.

Doch am Ende musste Candy Wilson, die Siegtorschützin der deutschen Frauen, ihren Bruder Sascha aufmuntern. Für ihn und die deutschen Männer gab es diesmal „nur” Silber. (the)

Die deutschen Ergebnisse:

Männer; Vorrunde: Großbritannien 4:0, Niederlande 4:3, Polen 6:0, Dänemark 3:1, Schweiz 4:3, Österreich 4:0; Halbfinale: Österreich 4:1; Finale: Schweiz 3:4.

Frauen; Vorrunde: Schweiz 1:1, Österreich 7:0, Dänemark 5:0, Dänemark 3:0, Österreich 5:1, Schweiz 1:2; Halbfinale: Österreich 9:3; Finale: Schweiz 8:7 n.P.

Die Statistik des Finaltags:

Männer:

Halbfinale: Deutschland – Österreich 4:1

0:1, 1:1 Patrick Schmitz, 2:1 Florian Surkemper, 3:1 Patrick Schmitz, 4:1 Kai Esser.

Finale: Deutschland – Schweiz 3:4

0:1, 1:1 Marcel Handrich, 2:1 Michael Häfele, 2:2, 2:3, 2:4, 3:4 Florian Surkemper.

Frauen:

Halbfinale: Deutschland – Österreich 9:3

0:1, 0:2, 1:2 Chantal Abel, 2:2 Chantal Abel, 3:2 Traudel Maluga, 3:2 Meike Zöpnek, 5:2 Almuth Bolesta, 5:3, 6:3 Jana Gowinkovsky, 7:3 Jana Bagusat, 8:3 Chantal Abel, 9:3 Katrin Kleemann.

Finale: Deutschland – Schweiz 8:7 n.P.

0:1, 0:2, 1:2 Meike Zöpnek, 2:2 Jana Gowinkovsky, 3:2 Jana Gowinkovsky, 4:2 Anna Carina Faber, 4:3, 4:4, 5:4 Meike Zöpnek, 5:5; Penaltyschießen: 6:5 Traudel Maluga, 6:6, 7:6 Almuth Bolesta, 7:7, 8:7 Candy Wilson.

Endklassement:

Männer:

1. Schweiz

2. Deutschland

3. Großbritannien

4. Österreich

5. Dänemark

6. Niederlande

7. Polen

Frauen:

1. Deutschland

2. Schweiz

3. Österreich

4. Dänemark

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