Sieg im SpitzenspielWölfe schlagen Krefeld mit 7:6

Sieg im SpitzenspielSieg im Spitzenspiel
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Der IHC Atting hat in einem äußerst spannenden Spitzenspiel seine Tabellenführung in der 2. Skaterhockey-Bundesliga Süd ausgebaut. Die Wölfe besiegten am Samstag in Donaustauf Verfolger Nummer eins Skating Bears Krefeld knapp mit 7:6 (4:2, 1:2, 2:2) und haben nach dem achten Sieg in Folge die Playoffs damit so gut wie sicher erreicht. Gleichzeitig ist es das zweite Mal seit 2013, dass eine Heimsaison ohne jeden Verlustpunkt abgeschlossen werden konnte.

Das Spitzenspiel der beiden bisher besten Teams der Liga hielt, was es versprochen hatte: Packende Torszenen, Zweikämpfe, zwischendurch ein bisschen Trash Talk an und hinter der Bande sowie Stimmung von den Rängen. Auf der kleinen Fläche in Donaustauf entwickelte sich ein Kampfspiel, das man schon gut und gerne mit einem Playoff-Match vergleichen konnte. Die Endrunde haben die Wölfe damit so gut wie sicher. „Wenn wir jetzt aus den Spielen in Merdingen und Schwabmünchen auch noch einen Sieg holen könnten, wäre auch das Heimrecht sicher, was sehr wichtig für die Aufstiegsplayoffs ist“, sagte Coach Jürgen Amann.

Dieser sah im ersten Drittel eine furios aufspielende eigene Mannschaft, die nach 14 Minuten schon mit 4:0 führte. Zweimal Florian Tkocz in Überzahl, einmal Roman Schreyer nach einer herrlichen Kombination und Tim Bernhard waren die Torschützen. Doch sein Team und die Fans sorgten sich auch um Goalie Raphael Heitzer, der sich bei einem Zusammenstoß verletzte und in der Folge gehandicapt wirkte. Krefeld kam noch vor der Pause durch einen Doppelschlag auf 2:4 heran.

Und es kam noch schlimmer: Ein Überzahltor (30.) und ein weiterer Treffer weniger als eine Minute später brachte den Gästen, die auf einige wichtige Spieler verzichten mussten, sogar den Ausgleich. „Auf der kleinen Fläche kann man schnell ein, zwei Tore bekommen“, sagte Amann. „Wir haben uns in den ersten zehn Minuten des zweiten Drittels nicht so gut bewegt und waren zu weit vom Gegner weg. Wichtig war aber, dass Tim Bernhard gleich nach dem 4:4 wieder das 5:4 erzielt hat. Sonst hätten das Spiel vielleicht kippen können. Allerdings waren wir in der zweiten Hälfte des zweiten Drittels auch wieder klar überlegen.“

In Toren drückte sich dies aber erst im Schlussabschnitt aus: Ein Doppelschlag von Markus Hausner und Thomas Bauer in der 41. Minute sorgte für Beruhigung. Wieder einmal machten die Wölfe im Schlussdrittel schnell alles klar. Doch aus der Ruhe wurde Unruhe. Zunächst vergab man in einer fünfminütigen Überzahl beste Chancen (Amann: „Krefelds Goalie war sehr gut aufgelegt."), dann schaffte Maximilian Hahn exakt fünf Minuten vor dem Ende auf einmal das 5:7.

Nun begann das Zittern, denn Sebastian Busch traf wenig später zum 6:7. Nun hatte die Attinger Defensive Schwerstarbeit zu verrichten. Doch sie stand gut, blockte noch einige Schüsse und Heitzer hatte in der Schlussminute bei einem verdeckten Schuss das Glück auf seiner Seite. Danach hielt sein Team mit eigenem aggressivem Spiel die Krefelder, die Goalie Christian Kramer in den letzten 30 Sekunden vom Feld genommen hatten, vom eigenen Tor fern. „Ich bin erleichtert, dass wir die drei Punkte behalten haben“, sagte Amann. „Am Ende war es zwar eng, aber ich denke, dass wir über die gesamte Spielzeit gesehen verdient gewonnen haben. Für die Zuschauer war es in jedem Fall ein sehr spannendes Spiel.“