SGL Devils mit Licht und Schatten in Baden-WürttembergLangenfeld Devils

SGL Devils mit Licht und Schatten in Baden-WürttembergSGL Devils mit Licht und Schatten in Baden-Württemberg
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Badgers Spaichingen – SG Langenfeld Devils 5:7 (0:2, 5:0, 0:5)

Mit elf Feldspieler und drei Torhütern traten die Devils den Weg gen Süden zu den Badgers Spaichingen (Hinspiel 5:6 n.P.) und den Freiburg Beasts (Hinspiel 11:4) an. Beide Teams zählen seit Jahren zum erweiterten Favoritenkreis in der 2. Bundesliga Süd und dementsprechend schwer stellte sich die Aufgaben für die Mannen um Trainer Thomas Schütt dar.

Das Spiel in Spaichingen wurde der im Vorfeld erwartete harte Kampf. Den besseren Start erwischten dabei die Gäste. Bereits nach 14 Sekunden erzielte Henrik Hermes den Führungstreffer . Nur drei Minuten später erhöhte sein Bruder Christoph auf 2:0 . In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes und, bedingt durch die kleine Fläche, sehr kampfbetontes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Tore sollten in diesem Drittel allerdings keine mehr fallen.

Für das zweite Drittel gab Trainer Schütt die Devise aus, den Kampf weiterhin anzunehmen und jede Möglichkeit zum Abschluss zu nutzen – doch es sollte ganz anders kommen. Die Langenfelder verloren zunehmend ihre Linie und so wurden sie im Verlauf des Drittels von den Gastgebern regelrecht überrollt. Zwischen der 25. und 37. Spielminute gelangen den Badgers gleich fünf Treffer, es ging mit einem Stand von 5:2 aus Sicht der Gastgeber in die letzte Drittelpause.

In dieser versuchte Thomas Schütt an den Kampfgeist und die Moral der Mannschaft zu appellieren und an die Leistung des ersten Drittels wieder anzuknüpfen. Durch die Ansprache beflügelt besannen sich die Langenfelder auf ihre Lauf- und Kampfstärke und wehrten sich mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage. Bereits vier Minuten nach Wiederanpfiff hatten die nun aufopferungsvoll kämpfenden Devils, angeführt von den sehr agilen Hermes-Brüdern, den Ausgleich geschafft. Henrik Hermes in der 41., Christoph Hermes in der 44. und Moritz Matzkies ebenfalls in der 44. Spielminute zeigten sich für die Tore verantwortlich. Danach nahm das Spiel fast dramatische Züge an. Die Spaichinger schienen konsterniert ob des Comebacks der Gäste und konnten ihrerseits nicht mehr wirklich viel entgegensetzen. So war es Christoph Hermes in Unterzahl vorbehalten, in der 58. Minute das vielumjubelte 6:5 für Langenfeld zu erzielen. Den Sieg perfekt machte dann sein Bruder Henrik mit einem Empty-Net-Goal 10 Sekunden vor Spielende.

Am Ende war der Sieg aufgrund der hohen Lauf- und Kampfbereitschaft im ersten und im letzten Drittel sicherlich verdient, wenngleich man das zweite Drittel komplett verschlafen hatte und vor allem Jan Braun im Tor der Langefelder in dieser Phase seine Mannschaft auf Schlagdistanz hielt.

Freiburg Beasts – SG Langenfeld Devils 15:9 (4:3, 7:3, 4:3)

Das zweite Spiel an diesem Wochenende sollte sich für die Rheinländer als unüberwindbare Hürde darstellen. Die Freiburger wirkten an diesem Tag nicht nur körperlich sondern auch geistig wesentlich präsenter und legten einen enormen Siegeswillen an den Tag, der sicherlich auch auf die unerwartet hohe Niederlage im Hinspiel resultiere – schließlich hatten die Breisgauer etwas gutzumachen.

Die Gäste konnten zwar noch durch Jost Henke in der dritten Spielminute in Führung gehen, doch die Freiburger machten deutlich, über welch enormes spielerisches Potenzial sie verfügen und drehten die Partie sehr schnell mit drei Treffern. Dennoch gelang es den Langenfeldern, das Spiel bis zum Ende des ersten Drittel offen zu halten. Christoph Hermes in der 13. und Markus Kruber in der 18. Spielminute stellten den 3:4-Pausenstand her.

Was dann im zweiten Drittel folgte war eine Demonstration der Freiburger Spielstärke. Besonders Bauer und Kinderknecht bekamen die Gäste nicht in den Griff. Neben dem Kräfteverschleiß vom Vortag, der sich nun immer mehr bemerkbar machte, ließen die Devils auch den Kampfgeist und die Moral vom Vortag vermissen. Den sich nun bietenden Platz wussten die Beasts zu nutzen und erzielten im gesamten Drittel sieben Tore.  Demgegenüber standen lediglich 3 Treffer der Rheinländer durch Thomas Schmalen (29.), Moritz Matzkies (31.) und nochmal Thomas Schmalen (36.).

Die Partie war entschieden, zu groß war der Rückstand, zu stark war der Gastgeber am heutigen Tag. Dennoch wollte man sich im letzten Drittel anständig verkaufen und zumindest den direkten Vergleich gewinnen.  Für den erschöpften Jan Braun stand nun Steffen Gerlach im Tor, der seine gute Form der letzten Wochen bestätigte und sich mehrfach auszeichnen konnte. Zwar kamen die Teufel zwischenzeitlich nochmals auf 9:13 heran, jedoch änderte dies nichts mehr am Ausgang der Partie. Die Tore für Langenfeld im letzten Drittel erzielten Jost Henke (44.), Tommi Melkko (Maurice Gladbach, 48.) und Moritz Matzkies (57.). Freiburg setzte mit zwei Toren in Überzahl den Schlusspunkt zum verdienten 15:9-Sieg.

So traten die Langenfelder mit drei Punkten und der Gewissheit, den direkten Vergleich gegen Freiburg gewonnen zu haben, die Heimreise an. Gerade in Freiburg wurden den Langenfeldern die Grenzen aufgezeigt, an die man stößt, wenn man nicht sein gesamtes läuferisches und kämpferisches Potenzial abruft. Dennoch zeigte sich Trainer Schütt zufrieden mit der Ausbeute aus Baden-Württemberg. So steht der Aufsteiger mit 28 Punkten (zwischenzeitlich, der Tabellenzweite Düsseldorf Rams hat zwei Spiele weniger absolviert) an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga Süd und geht nun in die verdiente Sommerpause, um Ende August das nächste schwere Auswärtswochenende in Schwabmünchen und Winnenden anzutreten.


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