Schwere Aufgabe für Rostock

Da war mehr drinDa war mehr drin
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Während beim Pokern die „Ducks“ (ein Paar Zweien) nicht gerade eine Gewinner-Hand sind, besitzen die Enten beim Skaterhockey einen wirklich klangvollen Namen und eine beeindruckende Historie. Obwohl die Rostocker Nasenbären mit ihrem Heimsieg gegen die Salt City Boars Lüneburg die ersten Punkte landen konnten, dürfen sie sich nicht darauf ausruhen und sind schon am kommenden Samstag um 19 Uhr beim Deutschen Meister 2008, den Duisburg Ducks, gefordert.

Beim aktuellen Tabellenführer, und erneut einem der heißesten Titelanwärter, werden die Rostocker über ihre Außenseiterrolle wohl kaum hinauskommen, zu übermächtig scheint die Mannschaft, die Nationalcoach Manfred Schmitz binnen eines Jahres wieder zu alter Stärke geführt hat. Nach anfänglichem leichten Durchhänger in der letzten Spielzeit und überraschendem Trainerwechsel waren die Ruhrpott-Enten im letzten Saison-Drittel das Team der Stunde und schließlich punktgenau zu den Meisterschaftsspielen sowohl mental wie auch körperlich topfit. Die erste Play-off-Runde sah zwar noch drei Spiele, in denen die Ducks den Süd-Spitzenreiter, den TV Augsburg, niederkämpfte, im Halbfinale und Finale jedoch machten die Enten dann jeweils kurzen Prozess und siegten jeweils sogar auswärts bei den Rockets Essen sowie den Highlandern aus Lüdenscheid. Und auch in die aktuelle Saison starteten die Duisburger schon wieder mit blütenreiner Weste. Sechs Punkte aus drei Spielen, bei nur acht Gegentreffern sprechen eine deutliche Sprache. Mit insgesamt 33 Toren in den Begegnungen gegen Lüneburg, Ahaus und Kaarst bilden die Cracks um Routinier Sascha Wilson zudem die zweitbeste Offensive der Liga.

So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Reihen der Ducks gleich mehrere Nationalspieler zieren. Neben Goalie Mario Säs und Kapitän Wilson, gehören sowohl Tim Schmitz, Patrick Schmitz, und Goalgetter Manuel Ningel zum A-Kader bzw. zum erweiterten Aufgebot. Ziel kann es also am Wochenende für die Rostocker Nasenbären nur sein, auf einen schlechten Tag der Gastgeber zu hoffen, mannschaftlich geschlossen und diszipliniert zu agieren und die Partie lange offen zu halten. Wichtiger als die individuelle Klasse wird dann sicher auch die Einstellung jedes Einzelnen im Mini-Kader der Mecklenburger sein. Vielleicht kann sich der eine oder andere Auswärtsfahrer ja unter den Augen des Nationaltrainers für eine Einladung zum Kader-Lehrgang empfehlen, sodass die lange Tour in den Ruhrpott nicht gänzlich umsonst unter die Räder genommen wird. Gar von Punkten zu träumen, wäre wohl reichlich vermessen.