Schwache Raketen erleben peinliches Debakel

Schwache Raketen erleben peinliches DebakelSchwache Raketen erleben peinliches Debakel
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„Mir fehlen die Worte, und ich bin tatsächlich fassungslos. Der Auftritt war eine absolute Frechheit des gesamten Teams“, schimpfte der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher im Anschluss an die peinliche Vorstellung der Raketen.

Es dauerte noch nicht einmal zwei Minuten, bis die Rockets die Verliererstraße erreicht hatten und mit 0:2 zurücklagen. Das 0:3 (9.) ließ dann ebenfalls nicht lange auf sich warten. Lediglich von der 13. bis 16 Minute keimte kurz so etwas wie Hoffnung auf, als Pierre Klein den SHC mit einem Doppelpack auf 2:3 heranbrachte. Doch weil es danach dann wieder Knall auf Fall ging und die Essener in der 34. Minute bereits mit 2:7 hinten lagen, war die Partie sehr früh entschieden.

Das, was sich im letzten Drittel abspielte, brachte Thomas Böttcher dann ganz auf die Palme. Denn anstatt sich gegen das Debakel zu wehren und das Ergebnis im erträglichen Rahmen zu halten, ließen sich die Rockets in den letzten 20 Minuten komplett abschießen. Acht Gegentreffer in nur einem Drittel – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Es schmeckt jedenfalls verdammt bitter.

Das Fatale an der Sache war zudem, dass die Iserlohner noch nicht einmal wie von einem anderen Stern spielten. Es waren eher die unterirdischen Raketen, die für das Ergebnis sorgten. „In dieser Verfassung sind wir nicht erstligatauglich“, so das ernüchternde Urteil von Thomas Böttcher.

Durch die Klatsche in Iserlohn haben die Raketen aus sechs Begegnungen lediglich drei Punkte geholt. Und die Aussichten verdüstern sich zusätzlich, weil die bisherigen Widersacher nicht gerade zu den Spitzenteams der Beletage zählen. „Wenn man daran denkt, dass wir am kommenden Wochenende den Tabellenführer Duisburg empfangen, kann einem tatsächlich Angst und Bange werden“, meinte Böttcher.

Auf Trainer Martin Sychra wartet unter der Woche jedenfalls reichlich Arbeit. Weitergehen darf es definitiv nicht so wie in Iserlohn. Denn ansonsten stehen den Raketen ganz, ganz schwere Zeiten bevor.