Schlechteste Saisonleistung der Nasenbären

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Und sie bereuten es im Nachhinein wohl, nicht eine der vielen anderen Rostocker Aktivitäten an diesem Abend besucht zu haben. Ohne Biss und Willen verloren die Hausherren mit 6:9 (3:3, 1:3 und 2:3) das Match gegen den bis dato Tabellenletzten Piranhas Oberhausen.

„Es war unser schlechtestes Saisonspiel. Keine Homogenität, viele Einzelaktionen und ein katastrophaler Torabschluss auf unserer Seite“, so kennzeichnete Nasenbären-Chef Christian Ciupka das Spiel. „Leider war auch der Wille nicht zu erkennen, das Spiel trotz guter Möglichkeiten zu drehen. Oberhausen war sehr abschlussstark und nutze jede sich bietende Chance. Vor allem spielte die Gäste als eine Einheit, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Gegen Lüneburg müssen wir uns um 180 Grad drehen, anderenfalls wird es ein Debakel.“ Die Schlussfolgerungen werden wohl zu spät kommen, um den norddeutschen Titel noch verteidigen zu können. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass bei einer Niederlage gegen Lüneburg die Rostocker Nasenbären gerade mal auf Platz 3 einkommen könnten. Gegen die Piranhas spielten die Einheimischen eigentlich mit zwei gut besetzten Reihen. Sie führten nach vier Minuten mit 1:0 und unterschätzten trotz aller Warnungen den Gegner danach unberechtigterweise. Oberhausen blieb bis zum 3:3 im ersten Drittel jederzeit auf Augenhöhe und kochte die Gastgeber dann bis zum 6:4 kurz vor der zweiten Pause richtig ab. Wer von den Rostocker Fans dann zumindest ein kämpferisches Aufbäumen der Nasenbären erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die Gäste zogen sogar auf 8:4 (46.) weg und brachten den Sieg mit drei Toren Vorsprung ganz sicher über die restlichen 14 Spielminuten. Es reichte eben nicht aus, wenn nur Kapitän Christian Herrmann und Ober-Nasenbär Christian Ciupka etwas an den Ketten zerrten. Wie sagte Top-Scorer Sascha Hainke, der selbst einen rabenschwarzen Tag erwischte, doch kürzlich richtig: „Inline-Skaterhockey gewinnt man nur als Mannschaft.“ Ein Teamgeist war am Samstagabend bei den Rostockern nicht zu erkennen. Hier macht sich doch immer mehr das fehlende gemeinsame Training bemerkbar.