Rostock verliert gegen Rostock/Kolding

Da war mehr drinDa war mehr drin
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Die Vorzeichen für das Testspiel gegen die Kolding Knights aus Dänemark standen am Samstagnachmittag schon fast auf Spielabsage, hatte doch eines der Reise-Gefährte der Wikinger unterwegs derart schlappgemacht, dass es vier der Nordmänner zur Umkehr zwang. Mit nur vier Feldspielern und Torwart in Rostock angekommen wurden die Reihen der Knights kurzerhand um vier Akteure aus dem Nasenbären-Kader aufgestockt, sodass beide Teams mit acht Feldspielern, und damit zwei kompletten Reihen, zu agieren vermochten. Am Ende unterlagen die Rostocker Nasenbären dem deutsch-dänischen Mix mit 7:11.

Zwar konnten sich Christian Herrmann, Tony Wanther, J. Brümmer und Robert Busche mit den Mannen aus Kolding einspielen, doch im ersten Drittel hakte es bei den Gästen noch etwas in der Abstimmung, obwohl zunächst eine dänische und eine deutsche Formation bei den Knights auflief - nicht zuletzt wohl auch wegen der kleinen Sprachbarriere. Die sich bietenden Räume nutzen die Nasenbären zumeist geschickt aus und gingen bis zur achten Minute bereits, durch Tore von Russnak, dem zum ersten Mal im Nasenbären-Trikot zu sehenden Jan Michalek und Kapitän Paepke, mit 3:0 in Führung. Dass es mit dem Zusammenspiel nun etwas besser klappte, bewiesen dann jedoch keine 20 Sekunden später die Ritter aus Kolding, als Gastspieler Brümmer auf 3:1 verkürzte. Keine weitere Minute darauf hatten Kapitän Sundal und sein Assistent Scherrebech-Hansen bereits den Anschluss zum 3:2 hergestellt und die Partie war wieder völlig offen. Das Spiel wogte nun in einem intensiven Schlagabtausch hin und her, doch waren es abermals die Knights, die, nach Christian Herrmanns schönem Solo, ausgleichen konnten und mit einem verdienten 3:3 in die erste Drittelpause gingen.

Der zweite Spielabschnitt begann, wie der erste geendet hatte – die Gäste spielten nun wesentlich konzentrierter und kamen gute 5 Minuten nach Wiederbeginn zu ihrer ersten Führung durch Robert Busche. Als wenige Augenblicke später Busches Direktschuss dann erneut sehr glücklich den Weg vorbei an Thilo Manschus im Kasten der Nasenbären fand, führten die Gäste aus Kolding plötzlich mit 3:5. Doch damit nicht genug; während die Rostocker Fraktion in Reihen der Knights die Führung herausgeschossen hatten, bauten Kapitän Allan Sundal und Buster Larsen mit 2 weiteren Treffern den Vorsprung gar auf 3:7 aus. Als Christian Herrmanns Alleingang dann ebenfalls in den Rostocker Maschen landete, rieben sich sicher nicht nur die Nasenbären verwundert die Augen, sondern gewiss auch die etwa 80 Zuschauer auf den Rängen. Nun schien aber endlich der Weckruf von Coach Kramarenkos Bank eingegangen zu sein, denn die Warnowstädter spielten fortan nicht nur Hockey, sie arbeiteten es vielmehr. Ausdruck dessen bereits der Treffer zum 4:8 durch Michalek, als man den Ball, nach mehreren vergeblichen Versuchen endlich ins Gehäuse hinter Mads Nielsen gestochert bekam. Mathias Schicht und David Hördler als Zweifach-Torschütze brachten die Hausherren dann bis zur Pause noch einmal bis auf 7:8 heran.

Bei tropisch anmutenden Temperaturen verflachte die Partie zu Beginn des letzten Drittels etwas und man neutralisierte sich zumeist gegenseitig, ohne dass das Spiel jedoch an kämpferischer Intensität einbüßte. Während Knight-Keeper Mads Nielsen seinen Kasten im letzten Spielabschnitt dann jedoch mit teils artistischen Einlagen und schnellen Händen sauber zu halten verstand, verlegten sich seine Vorderleute nun fast ausschließlich aufs Kontern und schenkten dem bedauernswerten Schlussmann der Nasenbären bis zum Abpfiff dann noch drei Dinger ein, sodass am Ende ein durchaus gerechtfertigtes 7:11 auf dem Score-Board stand.

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