Rostock besiegt Lüneburg

Da war mehr drinDa war mehr drin
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Besser spät als nie hieß es am Samstagabend beim Skaterhockey-Bundesligaspiel zwischen den Rostocker Nasenbären und den Salt City Boars Lüneburg. Zum einen hatten sowohl die Gäste als auch das Schiedsrichter-Duo gehörige Verspätung aufgrund eines Staus rund um Hamburg, wodurch sich der Spielbeginn um mehr als eine Stunde verspätete. Zum anderen bekamen die Nasenbären endlich die Revanche für das verkorkste Freundschaftsspiel vor einigen Jahren. Rostock gewann mit 7:4 (2:0, 3:4, 2.0).

Nachdem sich die Aktiven, die Gäste hatten eine fast 5-stündige Anreise in den Beinen, endlich vorbereiten und aufwärmen konnten, begannen die beiden Teams auffallend verhalten. Es schien beinahe, als wolle niemand blindlings in einen Konter laufen, sondern mit „kontrollierter Offensive“ und ruhigem Spielaufbau den Weg zum Tor suchen. Dies gelang zunächst den Hausherren besser, als bereits in der dritten Minute Alexander Thiel zum 1:0 traf. Drei Minuten vor der Pausensirene erhöhte Nasenbären-Kapitän Paepke auf 2:0.

Auch den Mittelabschnitt begannen die Hansestädter hochkonzentriert und erarbeiteten sich ein leichtes optisches Übergewicht, verteidigten konsequent und hatten oft den Schläger zur rechten Zeit dazwischen, sodass sich diese beherzte Auftreten bereits eine knappe Minute nach Wiederbeginn mit dem 3:0 durch das Sturmduo Thiel/Rydin bezahlt machte. Doch keine Minute später schlugen die Schwarzkittel zurück und Jonas Merten punktete aus kurzer Distanz für seine Farben. Unbeeindruckt durch diesen Anschlusstreffer arbeitete das Nasenbären-Uhrwerk weiter. Nachdem Gäste-Goalie Koenecke bereits mehrfach Schlimmeres verhindert hatte, war er in Spielminute 28 und 29 machtlos, als er in kurzer Folge zwei klassische Konter-Treffer der Piranhas-Akteure Ronny Schneider und Paul Stratmann aus den Maschen fischen musste und es, scheinbar beruhigend, 5:1 hieß. Doch dann stellten die Warnowstädter den Betrieb quasi ein – alles was vorher gut lief, wurde nun unterlassen. Durch kollektiven Tiefschlaf und individuelle Fehler legten die Hausherren den Boars die Chancen quasi selbst auf. Den zweiten Treffer der Gäste durch Thomas Kamionka (31.) konnte man noch unter „wenn’s passiert, passiert’s halt“ verbuchen, doch bei den Anschlusstreffern drei und vier durch Michael Kratz (39.) und Marcus Krützfeld (40.) musste man den Eindruck gewinnen, als wären die Nasenbären gedanklich und körperlich schon in den Kabinen.

Die Gäste schienen im Schlussdrittel dem Ausgleich näher als die Nasenbären ihrem sechsten Treffer, doch scheiterten sie nun stets am stark haltenden Felix Thomas zwischen den Pfosten der Rostocker. Die unauffällig pfeifenden Unparteiischen hatten im Schlussabschnitt mehr zu tun als ihnen lieb war, sodass die „Kühlbox“ stets gut besucht war. Den Sieg machten schließlich James Trevena-Brown und Wolfgang Martin klar.

Tore: 1:0 (2:33) Thiel (Rydin), 2:0 (16:26) Paepke (Walter), 3:0 (21:03) Thiel (Rydin), 3:1 (21:53) Merten (Fritz), 4:1 (27:53) Schneider (Rydin), 5:1 (28:28) Stratmann, 5:2 (30:33) Kamionka (Fitzner), 5:3 (38:07) Kratz, 5:4 (39:41) Krützfeld (Krause), 6:4 (47:50) Brown (Paepke), 7:4 (59:18) Martin (Rydin). Strafen: Rostock 10, Lüneburg 8.