Rockets zünden im MitteldrittelErster Skaterhockey-Meisterschaft für Essen

Lesedauer: ca. 1 Minute

An die erste Meisterschaft erinnert man sich ganz besonders – und die Rockets Essen haben dafür gesorgt, dass das in diesem Fall ohne Zweifel so sein wird. Im Play-off-Finale traf die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet auf den HC Köln-West, immerhin Titelverteidiger und fünfmaliger Deutscher Skaterhockey-Meister. Das erste Spiel gewannen die Essener mit 9:5 nach Verlängerung, das Rückspiel in Bocklemünd ging mit 7:5 an die Kölner Hausherren – doch Spiel drei, erneut in Essen, wurde zum „Raketenstart“ für die Rockets: Mit 11:1 (3:1, 7:0, 1:0) siegten die Gastgeber und holten sich zum ersten Mal die Deutsche Skaterhockey-Meisterschaft. Passender könnte es kaum sein: Der Verein feiert sein 30-jähriges Bestehen.

„Ein Wahnsinnsspiel, damit konnte niemand rechnen“, jubelte Rockets-Chef Thomas Böttcher nach dem Triumph gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und Neuen Ruhr Zeitung. Nach 20 Minuten führten die Rockets mit 3:1. Stefan Dreyer, Damian Schneider und Daniel Breves hatten bei einem Gegentor von David Weisheit für Essen getroffen. Doch im Mitteldrittel überrannten die Essener ihren Gegner förmlich. Dreimal Danny Albrecht, Dominik Luft, Stefan Dreyer, Andy Pfaff und Jan-Niklas Pietsch sorgten mit sieben Toren und einem bereits zur Pause zweistelligen Ergebnis für die Entscheidung; in den letzten 20 Minuten stellte Daniel Breves den Endstand her.

Dieser Erfolg krönt ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr der Rockets Essen. Die Mannschaft von Frank Petrozza, der in der Eishockey-Oberliga den Herner EV trainiert, und Matthias Michalowicz belegte bereits nach der Bundesliga-Hauptrunde den ersten Platz, erreichte im ISHD-Pokal das Finale (das die Samurai Iserlohn gewannen) und holten im Juni zudem den Europapokal der Pokalsieger.

Rekordmeister im Skaterhockey sind die Duisburg Ducks und die Düsseldorf Rams mit je acht Titeln.