Rockets wollen sich im Revierderby rehabilitieren

Rockets wollen sich im Revierderby rehabilitierenRockets wollen sich im Revierderby rehabilitieren
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Doch ob Humor tatsächlich angesagt ist, wird sich erst am kommenden Sonntag zeigen (17 Uhr, Wohnbau Hockey-Arena). Denn dann empfangen die Essener den Revierrivalen und aktuellen Tabellenführer Duisburg Ducks.

Fassungslos waren Trainer Martin Sychra und der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher nach dem miserablen Auftritt in Iserlohn. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir dazu in der Lage wären, ein so schwaches Spiel überhaupt zu zeigen“, begründet Böttcher einige Tage nach dem Debakel. Vor allem der eklatante Unterschied zwischen den Leistungen in den Übungseinheiten und den Bungesliga-Duellen geben der Sportlichen Führung Rätsel auf.

„Gegen Duisburg sind wir nun ein so klarer Außenseiter wie man es nur sein kann. Daher kann man nicht erwarten, dass wir gewinnen. Aber ich erwarte eine klare Trotzreaktion der Mannschaft“, sagt Böttcher.

Zumindest die personellen Sorgen der Rockets haben sich vor dem Revierderby beinahe in Wohlgefallen aufgelöst. Die Verletzungsmisere, die die Reihen vor allem in den ersten Begegnungen arg lichtete, scheint überstanden. Und gegen die Ducks dürften die Essener auch jeden Mnn gut gebrauchen. Denn die Duisburger sind nicht nur Spitzenreiter, sondern neben Augsburg, Köln und Bissendorf auch einer der Top-Favoriten auf den Titel.

Mit acht Deutschen Meisterschaften, fünf nationalen Pokalsiegen und drei Europacup-Triumphen sind die Gäste schlichtweg der deutsche Skaterhockey-Klub der vergangenen 15 Jahre. In den vergangenen drei Spielzeiten mussten sie bei der nationalen Titelvergabe zwar stets der Konkurrenz den Vortritt lassen, doch die (kurze) Durststrecke soll nun enden. Dafür haben die sich Duisburger personell noch einmal kräftig und spektakulär verstärkt.

Für den SHC von großer Bedeutung, aber für die Ducks angesichts des erlesenen Kaders eher eine Randnotiz war der Wechsel des Essener Eigengewächses und  ehemaligen Kapitäns Andi Pfaff. „Ein Abgang, der uns sportlich und menschlich sehr geschmerzt hat“, meint Thomas Böttcher.

Als spektakulärsten Zugang meldeten die Duisburger zu dieser Saison Paul Fiedler. Der Nationalspieler, jahrelang Top-Scorer der Eliteliga, suchte nach dem Abstieg mit den Berliner Buffallos eine neue Herausforderung und fand sie bei den Ducks. Daher düst er nun stets vor den Wochenenden aus der Hauptstadt ins Revier und unter der Woche geht's zurück.

In Duisburg hat Fiedler mit acht Toren und zehn Vorlagen aus den ersten acht Partien der Saison bisher voll überzeugt. Er liegt erneut auf Rang eins der ligaweiten Scorer-Wertung. Allerdings muss er sich diesen mit seinem Sturmpartner Dominik Müller (12/6) und dem Uedesheimer Marco Hellwig (7/11) teilen.

Die Rollenverteilung vor dem Revierderby ist damit vollkommen klar. Zwar liebäugelt ein Außenseiter fast schon naturgemäß mit einer Überraschung, doch für die Raketen geht es zunächst einmal darum, sich für das Iserlohn-Spiel zu rehabilitieren und nicht wieder abgeschossen zu werden. Schon das wäre ein möglicher Hinweis darauf, dass es tatsächlich wieder nach oben geht.