Rockets wollen eine Saison im Relegations-Rückspiel krönen

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Die Voraussetzungen für den SHC könnten allerdings kaum besser sein. Schließlich setzten sich die Essener im Hinspiel vor ein paar Wochen mit 15:5 durch. Dadurch gehen sie mit einem Vorsprung von zehn Toren in das „Endspiel“.

„Wir wollen mit der Qualifikation für die bundesweite erste Liga das i-Tüpfelchen auf eine Saison mit sehr vielen Höhepunkten setzen“, sagt der Rockets-Vorsitzende Thomas Böttcher. Der Einzug ins ISHD-Pokal-Viertelfinale, der sensationelle Triumph beim Herren-Europacup und die Wahl zur Essener „Mannschaft des Jahres“ am vergangenen Wochenende waren einige der prominenten Highlights dieser Saison.

Das bisher gute Urteil über die Spielzeit wollen sich die Raketen in Kaarst nun nicht mehr kaputt machen. Um das zu erreichen, können sie sich sogar eine Niederlage mit bis zu neun Toren Unterschied erlauben. Soweit aber soll es erst gar nicht kommen.

Zwar sieht Thomas Böttcher die Situation als „sehr Komfortabel“, gleichwohl warnt der Vorsitzende vor Larifari. „Wenn wir das Spiel mental nicht schon vorher abhaken, haben wir eine sehr, sehr große Chance. Aber wir müssen von Beginn an konzentriert agieren und nach Möglichkeit selbst in Führung gehen.“

Trainer Martin Sychra kann in Kaarst auf einen fast kompletten Kader zurückgreifen. Danny Albrecht, der das Hinspiel noch mit fünf Toren und fünf Vorlagen dominierte, ist jedoch nicht dabei. Doch auch ohne den Angreifer haben die Rockets bisher alle Trümpfe auf der Hand.

Mehr als 100 Anhänger, die den SHC im Fan-Bus und in Privat-PKW nach Kaarst begleiten, wollen dabei mithelfen, das Ticket für die eingleisige erste Liga zu lösen. Unabhängig vom Ausgang der Partie bedauern es die Rockets aber schon jetzt, dass überhaupt einer der beiden Klubs künftig zweitklassig ist. „Dass am Ende einer der ältesten und größten deutschen Skaterhockey-Vereine aus der ersten Liga absteigt, tut weh“, findet beispielsweise Thomas Böttcher.

Trotz allem wollen die Raketen natürlich dafür sorgen, dass sie im Anschluss an das Duell den Einzug in das eingleisige Oberhaus feiern dürfen. Denn damit gäbe es dann auch an dem bisher so positiven Gesamturteil über die Saison nichts mehr zu rütteln.