Rockets feiern 12:1-Erfolg in Kaarst

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So darf es natürlich gerne weitergehen, doch man sollte sich keinen Illusionen hingeben, dass es auch tatsächlich so weitergehen wird. Denn während die Rockets in Kaarst einen Sahnetag erwischten, ging bei den Gastgebern beinahe alles schief, was schief laufen kann.

Selbiges galt zuvor auch für die Vorbereitung der Raketen. Zunächst machten die eisigen Temperaturen jedes Training unmöglich. Und dann schlug auch noch die Verletzungsmisere zu. Als jüngstes Mitglied im Lazarett meldete sich vor dem Spiel in Kaarst auch noch Pierre Klein verletzt, der sich beim Eishockey eine Blessur zugezogen hat und für die kommenden zwei Wochen ausfallen wird.

Angesichts der großen Probleme kann man nicht anders, als von einem sensationellen Auftritt der Raketen in Kaarst sprechen. Mit Hängen und Würgen schafften sie es, zumindest ein Mindestaufgebot ins Rennen zu schicken. Doch das Team aus zwei Torhütern, fünf Verteidigern und fünf Angreifern wollte trotz der miesen Aussichten für eine Überraschung sorgen. Und das ist mehr als gelungen.

Schon im ersten Drittel schossen die Raketen die Crash Eagles förmlich aus der eigenen Halle. Sechs Tore von fünf unterschiedlichen Schützen und eine formidable 6:0-Führung nach den ersten 20 Minuten sprechen Bände. Zudem machte Marvin Storb seine Sache im Tor des SHC einwandfrei.

Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen, und auch die Neuzugänge zeigten sich schon erstaunlich gut integriert. „Mit einem solchen Ergebnis, aber auch mit so einer Leistung konnte man im Vorfeld nicht rechnen. Ich muss jedem Einzelnen, aber vor allem der Mannschaft insgesamt ein großes Lob aussprechen. Wir haben uns vorgenommen, in dieser Saison vieles über den Teamgeist zu erreichen. Und wenn wir das auch weiterhin so umsetzen, sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg“, befand der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher.

Die Dominanz der Raketen setzte sich auch im zweiten Drittel fort. Hier schlug der Ball gleich vier Mal im Kaarster Gehäuse ein, so dass die Partie beim Stand von 10:0 frühzeitig entschieden war. So konnten die Essener den Auftakt im Schlussdurchgang dann locker ausklingen lassen.

Insgesamt acht unterschiedliche Akteure zeichneten für die zwölf Treffer der Raketen verantwortlich, was noch einmal die Ausgeglichenheit des Teams dokumentiert. Und auf diese sind die Rockets auch am kommenden Samstag (19.15 Uhr) angewiesen, wenn sie zum zweiten Saisonspiel beim CSC Crefeld antreten. Nur allzu gerne würden die Essener dann ihren zweiten Saisonsieg einfahren. Denn damit würden sie schon ganz früh in der Spielzeit den zum Ziel genommenen Klassenerhalt anvisieren.

Zuletzt gelang den Rockets übrigens im Jahr 2007 ein Auftakterfolg in der 1. Liga. Und so hofft das Essener Lager natürlich, dass das Ende dieser Durststrecke ein gutes Omen für den weiteren Saisonverlauf ist.