Rams stehen im Halbfinale

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Das letzte Drittel läuft. Es steht 1:4. Gegen den Favoriten TV Augsburg. Das gibt wohl nichts mehr. Nicht mehr? Im Gegenteil. Die Düsseldorf Rams bogen das Viertelfinale noch um und zogen durch einen 6:4 (1:1, 0:1, 5:2)-Sieg ins Halbfinale des Skaterhockey-Pokals ein.

Beide Teams begannen sehr konzentriert mit gegenseitigem Respekt. Den ersten Treffer des Spiels konnte Matt van Hout für die Rams in der zwölften Minute erzielen, indem er sich über links durchsetzte und den Ball rechts oben im Tor unterbrachte. Doch der Augsburger Treffer ließ nicht lange auf sich warten - Rams-Goalie Marius Zimmermann wurde durch einen Fernschuss überrascht, der ebenfalls rechts oben einschlug. Im zweiten Abschnitt ging im Düsseldorfer Lager ein wenig die Linie verloren, wodurch die Augsburger vermehrt zu klaren Chancen kamen. In dieser zerfahrenen Phase gelang dem TVA auch das 1:2.

Warum der Pokal seine eigenen Gesetze schreibt, konnten die Zuschauer in den letzten 20 Minuten sehen. Die starken Augsburger bauten zunächst ihre Führung weiter aus, und kamen sieben Minuten vor Schluss zum 1:4. Zu diesem Zeitpunkt haben nicht wenige gedacht, dass dieser Treffer vorentscheidend gewesen ist. Doch es kam ganz anders. In Spielminute 55:55 eröffnete Sebastian Kühn die atemberaubende Aufholjagd. Jetzt fielen die Treffer im Minutentakt. Erst spielt Jerome Bonin den Augsburger Torhüter zum Anschluss aus, danach ist es erneut Sebastian Kühn, dem das Gleiche gelingt, und den erlösenden 4:4-Ausgleich erzielt. Doch damit nicht genug. Vom Selbstvertrauen beflügelt sollte den Widdern in diesem Pokalfight nun alles gelingen. Genau 14 Sekunden nach dem Ausgleich schaffte Björn Diekelmann mit seinem Schuss aus spitzem Winkel die Wende, wodurch die Freude und der Jubel, sowohl auf der Tribüne als auch auf der Spielerbank, keine Grenzen mehr kannte. Die geschockten Augsburger versuchten in der letzten Spielminute noch einmal alles, und gaben für einen fünften Feldspieler die Torhüterposition auf. Diese Auswechslung wurde ebenfalls bestraft. Diekelmann gelang es, einen Augsburger Angriff an der Bande zu stoppen, und aus der eigenen Hälfte das i-Tüpfelchen zu setzten. Der Ball flog bei gespielten 59 Minuten und 55 Sekunden ins leere TVA-Gehäuse und die Rams drehten das Spiel in einer beeindruckenden Art und Weise. Auf die Sekunde genau in vier Minuten haben die Widder fünf Treffer erzielt und schlagen den Favoriten aus Augsburg.

Im Halbfinale treffen die Düsseldorfer auf den HC Köln-West.