Punkte sind gefordertRhein-Main Patriots

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Nach Titelaspirant Iserlohn und Meister Augsburg kommt nun der Dritte der vier Play-off-Halbfinalteilnehmer der letzten Saison zum Saisonstart nach Assenheim. Dass mit Duisburg ein Team mit Selbstvertrauen die Reise in die Wetterau antreten wird, zeigt ein Blick auf die aktuelle Tabelle. Zwei Spiele, zwei Siege, so die Bilanz der Wedaustädter. Zudem haben sie mit Nationalspieler Dominik Müller einen torgefährlichen Spieler in ihren Reihen, der in den beiden ersten Auftritten, bereits siebenmal einnetzen konnte. Topscorer bei den Ducks ist allerdings der sehr talentierte und letztjährige Junioren Torschützenkönig Fabian Lenz, der sich mit acht Punkten unter den Top Ten der Liga aktuell wiederfindet und den Sprung aus der ältesten Nachwuchsklasse in die Bundesliga problemlos meisterte. Doch bleibt auch bei Duisburg noch ein großes Fragezeichen, wie stark ist man auswärts? Konnte man beide Spiele siegreich in eigener Halle bestreiten, ist für die Ducks am Samstag erstmals ein Auswärtsspiel angesagt.

Doch darüber machen sich die Verantwortlichen der Patriots keine Gedanken, sondern konzentrieren sich auf die eigene Situation. Mit aktuell null Punkten nach zwei Spielen sollen jetzt für die Patriots die ersten Punkte eingefahren werden. So fordert Trainer Patric Pfannmüller absolute taktische Disziplin und volle Konzentration über 60 Minuten. Mit kleineren personellen Umstellungen nach dem Augsburg-Spiel will man zudem weiteren Schwung und mehr Konstanz ins Spiel der Niddataler bringen. Auch die Forderung, Leistungsträger sollen mehr Verantwortung gerade in schwierigen Situationen übernehmen, wurde angesprochen. Wenn er damit meint, ist wohl relativ klar. Es sind die sogenannten Erfahrenen wie Christian Unger, Marco Kluin, Christian Trautmann, Marco Forster oder Hannes Ressel. Aber auch ein Spieler wie Jan Barta, der erst kurz vor dem Augsburg-Heimspiel zur Mannschaft stieß sollte jetzt aufgrund der weiteren Trainingseinheiten mehr Bindung im Spiel mit seinem Team bekommen haben und zusätzliche positive Impulse geben können. Gerade das war auch ein Schwerpunktthema der letzten beiden Trainingswochen, wollte man das Team und die zusammengestellten Sturmreihen einspielen lassen.

Eine weitere Veränderung zum letzten Heimspiel ist, dass Ingo Schwarz wieder zwischen den Pfosten stehen wird. Ausschlaggebend war dabei ganz klar nicht die Leistung seiner Torhüter-Kollegen im letzten Spiel (an ihnen hat es definitiv nicht gelegen), sondern seine große Erfahrung, die dem Spiel der Patriots gut tun soll. Mit Nico Becker und Hendrik Horak stehen Pfannmüller zudem jetzt weitere Alternativen in Sachen Aufstellung zur Verfügung. Auch Christoph Bierschenk und Tobias Etzel sind wieder einsatzbereit. „Die Mannschaft muss nun endlich zeigen, dass sie aus Spielern besteht, die über 60 Minuten Bundesligahockey spielen können. In den letzten Spielen zeigte man es nur phasenweise, und verfiel immer wieder in das verspielte und uneffektive Spiel, ohne konsequente Abschlüsse und Zielstrebigkeit zurück. Hätten wir über das komplette Spiel eine Leistung gezeigt, wie im Schlussdrittel gegen Augsburg wären schon mindestens drei Punkte auf unserem Konto. Ich hoffe und glaube, die Spieler haben es nun endlich verstanden. Ich will am Samstag einen Sieg “, lässt Pfannmüller keine Ausreden mehr zu und setzt sein Team und sich damit etwas unter Druck.