Pokalsieger von 2005 erneut im EndspielUedesheim Chiefs

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Dabei ging die Marschroute der personell dezimierten Chiefs von Beginn an gut auf. Die Patriots hatten einen riesigen Rucksack „Siegesdruck“ an und ließen klare Aktionen über weite Strecken der Partie vermissen. Die Chiefs konzentrierten sich auf die Defensive, was über mehr als zwei Drittel auch hervorragend klappte. Assenheim rannte von Beginn an nur nach vorne, war dort aber wenig effektiv und fand wenn doch mal was durch kann seinen Meister in Olli Derigs.

Auf der anderen Seite spielten die Chiefs, wenn sich die Möglichkeit mal ergab, schnell und höchst effektiv nach vorne. Da allerdings auch Patriots-Keeper Kempf gut aufgelegt war, reichte es im ersten Abschnitt nur zu einem Treffer. Andri Salomonson war in seinem ersten Einsatz für die Chiefs der Torschütze (5.), aufgelegt wurde der Treffer von Max Rejhon, der auch vor diesem Spiel fast die gesamte Saison ausgefallen war.

Was auch immer Robert Linke seinen Mannen in der Drittelpause gesagt hat – als der Ball wieder im Spiel war, war fast jeder Schuss der Chiefs ein Treffer. Marco Hellwig (22.), Salomonson (24.) und David Walczok (25.) bauten die Führung schnell auf 4:0 aus und sorgten damit zunächst mal für klare Verhältnisse. Durch Treffer von Ressel (27.) und Barta (30.) kamen die Gastgeber dann wieder ran.  Weitere Gegentreffer konnten Derigs und seine Vorderleute erstmal verhindern. Vorne sorgte die Abteilung Attacke bis zum Ende des Mitteldrittels für die vermeintliche Vorentscheidung. Hellwig (34.) und Linke (36.) stellten auf 6:2, in der Schlussminute sorgte der Ex-Assenheimer Marcel Patejdl mit seinem Treffer zum 7:2 (40.) für klare Verhältnisse.

Als Jerome Bonin in der 46. Minute den letzten Uedesheimer Treffer erzielte und das Ergebnis auf 8:2 erhöhte, hätte wohl kaum noch jemand einen Pfifferling auf die Hausherren gegeben. Aber plötzlich bekamen die Chiefs „Angst vor dem gewinnen“, wie Derigs nachher meinte, und hielten sich nicht mehr an ihre Vorgaben. Mit dem Mute der Verzweiflung riskierten die Patriots nun alles und knabberten Tor für Tor ab. Hamer (51.) und ein Doppelschlag von Ressel (53. / 54.) verkürzten auf 8:5. Danach bekam der Gastgeber eine 2+2-Minuten-Strafe gegen sich und die Chiefs hätten die Zeit einfach nur runter spielen können. Aber man stand sich nun selbst im Weg und kassierte in Überzahl sogar noch das 8:6 (Barta / 58.).

Danach passierte aber nicht mehr viel und mit einem kleinen blauen Auge durften nach 60 Minuten die Chiefs jubeln. „Es war ein hochverdienter Sieg“, wie Olli Derigs nachher feststellte. „Wir waren über 60 Minuten die bessere, effektivere, cleverere und fittere Mannschaft und haben uns das Finale verdient.“ Seinen im Moment im Urlaub weilenden Coach hatte die Mannschaft natürlich auch schon informiert: „Mace hat sich unglaublich gefreut.“

Damit hat der Jung-Coach gleich im ersten Jahr die Chance auf einen Titel, es wäre der zweite der Vereinsgeschichte nach dem Pokalsieg im Jahr 2005. Das Finale steigt am 21. September erneut in Assenheim. Gegner ist dann der Sieger aus der Partie Essen gegen Köln. In der Liga geht es für die Chiefs in zwei Wochen mit einem wichtigen Doppelspieltag weiter: Am 31. August kommt Rostock, am 1. September kommt Duisburg in den „Chiefs Garden“.

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