Pflanz zittern sich zu Sieg in letztem Heimspiel

Pflanz starten in neue SaisonPflanz starten in neue Saison
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In einer lange Zeit völlig offenen Partie standen die Deggendorf Pflanz am Ende etwas glücklich als Sieger des Spieles gegen das wacker kämpfende Schlusslicht aus Velbert fest. Der Skaterhockey-Zweitligist gewann mit 5:3.

Gleich mit dem ersten Angriff erzielten die Gäste durch ein Billardtor dir Führung. Diese wurde zu allem Überfluss nach einem Fehler im Aufbauspiel nach fünf Minuten auf 0:2 ausgebaut. Erst eine Auszeit des wiederum als Spieler aushelfenden Coaches Thomas Weiß rüttelte die wieder einmal durch zahlreiche Ausfälle geschwächte Pflanz Formation wach. Daniel Schmidt fing einen Querpass ab und schloss frei vor dem starken Gästegoalie Winter eiskalt zum 1:2-Anschluss ab. Die erste Überzahl wurde nach zehn Minuten wiederum durch Schmidt zum Ausgleich genutzt und die gut 100 Zuschauer dachten wohl, dass es nun so weitergehen würde und ein souveräner Sieg herausgespielt werden würde.

Doch in Abschnitt zwei übernahmen die Gäste mehr und mehr das Kommando, begünstigt durch die eine oder andere Überzahlsituation. Wer anders als Manuel Früchtl in gewohnt souveräner Manier war wiederholt Endstation und hielt die Seinen im Spiel. Zwar hatten die Pflanz auch ihre Chancen, doch waren absolut zwingende nur selten dabei. So ging es mit einem 2:2 zum letzten Mal in der heimischen Eishalle in die Kabine.

Im dritten Drittel spielten beide Teams mit offenem Visier und es entwickelte sich ein dramatisches Spiel, das weniger von seiner spielerischen Klasse als von der Spannung lebte. Der 3:2-Führungstreffer für Velbert in der 45. Minute sorgte für Diskussionsbedarf bei den Pflanz. Der Toschütze Michallek befand sich im Torraum und es war fraglich, ob er dies nicht bereits vor dem Ball war. Die Schiedsrichter entschieden jedenfalls auf Tor und sorgten für lange Gesichter auf der Pflanz-Bank. Dort drückten im übrigen die verletzten Stefan Bauer, Michael Eder und Tobi Rittel ihren Kameraden die Daumen. In einer Überzahl (50.) fasste sich Kapitän Martin Eckart ein Herz, startete einen Alleingang und schloss diesen zum 3:3-Ausgleich ab. Die „Zeit für Helden“ brach an und einer, der bisher überhaupt noch nicht ins Spiel gefunden hatte, nutzte die Gunst der Stunde. Dominic Edinger zog aus spitzem Winkel ab und der Ball zischte mit voller Wucht ins Kreuzeck. Jubel bei Deggendorfer Spielern und Fans, der durch das Empty-Net-Tor von Eckart 30 Sekunden vor Spielende noch ausgebaut wurde.


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