Pflanz stecken im tiefsten Abstiegssumpf

Pflanz stecken im tiefsten AbstiegssumpfPflanz stecken im tiefsten Abstiegssumpf
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Die Gäste, die nur mit sieben Feldspielern angereist waren und zudem das Spiel am Vortag in Bernhardswald in den Knochen hatten, bestachen durch eine konsequente Defensivtaktik gestützt auf einem überragenden Torwart. Bereits im ersten Drittel sorgten sie nach nur drei Minuten mit einem Konter, der mit einem Lattenkracher abgeschlossen wurde, für Aufsehen. Die Pflanz taten sich schwer, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen, zumeist umkreiste man diese wie beim Handball, ohne durch das Abwehrviereck der Velbert hindurch stoßen zu können. Wenige Minuten vor Ende des ersten Abschnittes gelang es Stefan Bauer mit einem Drehschuss genau in den Winkel, die Pflanz mit 1:0 in Führung zu schießen.

Trainer Martin Eckart, der an diesem Tag selber auf das spielen verzichtete, um die drei kompletten Reihen von außen besser coachen zu können, wies in der Kabine darauf hin, dass sich heute ein Geduldsspiel anbahnt. Schon im Mitteldrittel merkte man, wie den Pflanz diese mehr und mehr verloren ging. So sprang außer einiger Großchancen nichts heraus und Velbert nutzte einen der gefährlichen Konter zum 1:1-Ausgleich. Einen umstrittenen Penalty konnte Manuel Früchtl zusätzlich noch entschärfen und es ging mit einem Unentschieden in die letzte Pause.

Die Brechstange wurde hervorgeholt und mit Mann und Maus das Gehäuse der Commanders berannt. Wie es im Sport so oft läuft, trifft man vorne nichts, fällt hinten irgendwann der Gegentreffer. Ein weitere Konter führt zum 1:2 nach 46 Minuten und jegliche Ruhe, Übersicht und Abgebrühtheit gingen verloren. Zu kopflos versuchte man, den Ausgleich zu erzwingen. Selbst in Überzahl wollte der Ball nicht ins Tor und war er dann doch einmal drin so entschied das Schiedsrichtergespann auf Torraumabseits. Velbert nutzte gegen Ende zwei weitere Konter und erhöhte auf 1:4. Die Pflanz kämpften zwar bis zur letzten Sekunde, doch an einem rabenschwarzen Tag wie diesem geht einfach gar nichts.

So befindet man sich vor dem scheren Derby am Samstag bei den als Meister feststehenden Bernhardswaldern tief im Abstiegssumpf und muss schon fast auf ein Wunder hoffen, um diesem in den verbleibenden vier Spielen noch zu entkommen.