Pflanz im Pokal vor schwerer Auswärtsaufgabe

Pflanz im Pokal vor schwerer AuswärtsaufgabePflanz im Pokal vor schwerer Auswärtsaufgabe
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Doch trifft man nicht auf die Erstvertretung, die seit Jahren in der 1. Bundesliga oben mitspielt, sondern auf die zweite Mannschaft. Diese spielt ebenfalls seit Jahren in der Regionalliga Mitte jedes Jahr um den Meistertitel mit und sorgte in der ersten Runde für die bisher größte Sensation im diesjährigen Pokalwettbewerb. Erstligist Kaarst wurde mit 9:5 auf die Heimreise geschickt, was alles über die Leistungsstärke des vermeintlichen Underdogs aussagt. Zwar muss man dazu sagen, dass bei Kaarst einige Leistungsträger gefehlt haben, doch Deggendorfs Coach Thomas Weiß hat ebenfalls Aufstellungssorgen am Tag der Arbeit.

So fallen die beiden BGSler Alex Hutterer und Alex Krenn berufsbedingt aus, ebenfalls fehlen wird Florian Weidenbach, der nach seiner im Heilbronnspiel erlittenen Schultereckgelenksprengung noch länger abgehen wird. Nicht mehr im Kader steht seit zwei Wochen Daniel Schober, aus disziplinaren Gründen, wie von offizieller Seite zu hören war. Zu allem Überfluss sind auch hinter Youngster Daniel Huber und Routinier Manuel Bayer dicke Fragezeichen, bei beiden stehen private Verhinderungen im Weg. Ob diese dabei sind wird sich erst kurzfristig entscheiden. So entsteht eine Stürmerarmut, stehen mit Dani Schmidt und Stefan Bauer nurmehr zwei gelernte Angreifer im Aufgebot. Da die zweite Mannschaft zeitgleich ein wichtiges Auswärtsspiel in Lohhof bei München hat, wird Weiß wohl keinen Spieler hochziehen. „Wir müssen schauen, dass wir mit dem auskommen, was wir haben. Bei einem dünnen Kader kommt es auf jeden einzelnen extrem an, davon hat sich in der Vergangenheit schon so mancher zu einer grandiosen Leistung pushen lassen“, spricht der Coach und denkt dabei vor allem an Matthias Murr und Stefan Bauer. Beide haben im Bayernpokalturnier letzte Woche in Deggendorf, als eine aus erster und zweiter Mannschaft gemischte Pflanztruppe Platz 3 einfuhr, vollauf überzeugt und kräftig Selbstvertrauen getankt. Bei einem Erfolg am Sonntag würde man erstmals seit 2008 wieder im Achtelfinale stehen, wo dann mit Losglück ein attraktiver Heimgegner winkt.