Pflanz im ersten Anlauf gescheitert

Pflanz starten in neue SaisonPflanz starten in neue Saison
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Nichts war es mit dem vorzeitigen Aufstieg in die 1. Skaterhockey-Bundesliga für die Deggendorf Pflanz. Kam die sonntägliche Niederlage beim Meister in Bräunlingen noch einigermassen erwartet, so überraschte die 4:5-Pleite am Samstag in Kerpen doch sehr.

Viel vorgenommen hatte man sich bei den Schumistädtern und nach einer frühen 1:0 Führung sollte man ein wenig Sicherheit gewinnen. Doch komischerweise überließ man den Gastgebern völlig das Feld und diese stellten vor der ersten Drittelpause auf 2:2. Im zweiten Abschnitt wurde das Spiel ausgeglichener, nach 40 Minuten stand es 3:3. Die Pflanz setzten darauf, dass Kerpen dem Spiel mit nur zwei Reihen Tribut zollen muss und brachten zu Beginn des Schlussdrittels auch sporadisch den nach seiner schweren Augenverletzung erstmals wieder auflaufenden Stefan Bauer zum Einsatz. Er war es auch, der 15 Minuten vor Spielende einen Konter zum 3:4 abschliessen konnte. Dann geschah das eigentlich fast Unfassbare. Die numerisch unterlegenen Kerpener schlugen zurück und gingen durch zwei Treffer ihres besten Spielers, Christian Miltz, zehn Minuten vor Schluss mit 5:4 in Führung. Zwar verbuchten die Pflanz in der Schlussoffensive noch zwei Lattentreffer, doch wäre ein Punktgewinn auch nicht wirklich verdient gewesen. Diese Leistung war für einen Aufstiegsaspiranten einfach viel zu wenig, dessen war sich jeder bewusst und so sah man nach dem Spiel in konsternierte Gesichter.

Viel Aufbauarbeit musste Coach Thomas Weiß über Nacht leisten, um seine Truppe moralisch auf das Match beim Ligameister in Bräunlingen vorzubereiten. Trotz besserer Leistung konnte man aber den Gastgeber nie wirklich in Verlegenheit bringen und musste am Ende mit 3:11 eine hohe Niederlage einstecken.

Mit viel Frust und Enttäuschung im Gepäck trat man am Sonntagabend die Heimreise nach Niederbayern an. Zwar ist immer noch alles drin, ein Sieg in Kollnau am kommenden Sonntag würde den Aufstieg perfekt machen. Doch haben Selbstvertrauen und Optimismus einen herben Knacks erlitten, den es in den beiden Trainingseinheiten diese Woche zu beheben gilt.