Pflanz gehen mit gedämpfter Erwartung in neue Saison

Pflanz starten in neue SaisonPflanz starten in neue Saison
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Seit gut zwei Monaten trainieren die Skaterhockeyspieler der Deggendorf Pflanz, um sich auf die neue Saison in der 2. Bundesliga Süd vor zu bereiten.

Nachdem man im letzten Jahr hauchdünn am Aufstieg in die Belletage gescheitert war, gilt es dieses Jahr, die Ansprüche ein wenig nach unten an zu passen. So fällt mit Tobias Rittel der verlässlichste Offensivverteidiger aufgrund einer Knieoperation das ganze Jahr aus. Außerdem steht hinter Topscorer und tragischer Figur der letzten Saison Stefan Bauer ein Fragezeichen. Er unternimmt zwar langsam wieder erste Gehversuche auf den Skates, doch merkt man ihm seine siebenmonatige Pause natürlich an. Zu allem Überfluss fallen in den ersten drei Partien auch Dominic Edinger und Fabian Brand aus, die beide ihre Rotsperren aus der Vorsaison absitzen müssen.

So erwartet der alte und neue Trainer Thomas Weiß „die schwierigste Spielzeit, seit ich Trainer der Ersten bin. Im ersten Jahr lebten wir von der Euphorie und schnitten mit dem Relegationsplatz über Erwarten gut ab. Im zweiten Jahr waren wir meiner Ansicht nach aufstiegsreif, wurden aber durch eine dramatische Verletzungsphase aus der Bahn geworfen. Das hat uns sehr viele mentale Energien gekostet. Jetzt stehen wir quasi vor einem Neuanfang, müssen wichtige Schlüsselspieler ersetzen und gleichzeitig neuen Glauben in uns erzeugen. Das wird nicht einfach werden.“

Mit nur neun Teams geht die 2. Bundesliga Süd etwas abgespeckt in die Saison 2010. Topfavorit auf den einzigen Aufstiegsplatz ist der Aufsteiger, die Rhein Main Patriots aus Assenheim. Die Hessen holten im verwandten Inlinehockey bereits zahlreiche deutsche Meisterschaften und marschierten nach ihrem Wechsel zum Skaterhockey letztes Jahr probemlos durch die Regionalliga Südwest. Um den Relegationsplatz werden sich vermutlich die Ex-Erstligisten Heilbronn, Langenfeld und Merdingen (vormals Kollnau) streiten. Im Kampf gegen die beiden Abstiegsplätze kann es durchaus sein, dass die Teams aus Bernhardswald, Kerpen, Velbert, Aufsteiger Bad Friedrichshall und eben die Pflanz allesamt beteiligt sein werden.

Weiß peilt einen Platz zwischen vier und sechs an und will mit den beiden unteren Rängen nichts zu tun bekommen. Dass der Saisonauftakt erst am 17. April gegen den Aufsteiger aus Bad Friedrichshall (bei Heilbronn) stattfindet sieht der Coach mit gemischten Gefühlen: „Auf den ersten Blick erscheint es mir als Nachteil, weil sich so die Vorbereitungsphase ziemlich lange zieht und es dadurch nicht ganz einfach ist, den richtigen Zug in das Training zu bringen. Da fehlt einfach noch ein bisschen der Kitzel des nahenden Saisonstarts, der die Spieler von Grund auf in Bewegung setzt. Andererseits haben wir die Zeit dazu genutzt, Spieler der zweiten- und Juniorenmannschaft näher an die Erste heranzuführen, was die eine oder andere positive Entwicklung mit sich brachte. Zudem bringt der späte Saisonstart den Vorteil mit sich, dass Spieler wie Edinger (Blinddarm OP), die bislang gesundheitlich verhindert waren, doch noch rechtzeitig in die Vorbereitung einsteigen können. Ab März werden wir dann Vollgas geben.“

Angesprochen auf Kaderveränderung gibt sich Weiß noch bedeckt, weil er die Entwicklung von den jungen Spielern, die erstmals die Vorbereitung voll mitmachen noch beobachten möchte. „Ich denke da an Spieler wie Daniel Huber und Matthias Murr. Aber auch andere Junioren wie Tobias Eberhard und Alexander Hartl hätten das Zeug dazu, erste Erfahrungswerte in der Ersten zu sammeln. Mal sehen.“