Pflanz auf der Suche nach KonstanzNiederlage gegen Augsburg

Pflanz auf der Suche nach KonstanzPflanz auf der Suche nach Konstanz
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Einen Tag nach der 3:7-Niederlage in Augsburg sind noch immer Sorgenfalten auf der Stirn des Pflanz-Trainers zu erkennen. Es herrscht Entsetzen und in gewisser Weise auch Ratlosigkeit, ob des katastrophalen Auftrittes im ersten Spielabschnitt. „Ich weiß nicht, wo wir mit unseren Köpfen waren. Auf dem Spielfeld jedenfalls nicht“, so Coach Bauer. Der TV Augsburg II um Spielertrainer Becherer genoss sämtliche Freiheiten, konnte das Spiel nach Belieben gestalten und verwalten. Das Resultat war ein mehr als deutlicher und auch in dieser Höhe absolut verdienter 0:5 Rückstand. Stefan Bauer ist sich sicher, dass es nicht an einer mangelnden Einstellung lag: „Es wirkte, als stünde der Großteil der Mannschaft zum ersten Mal auf dem Feld. Es war in gewisser Weise wie bei der F-Jugend im Fußball, wo jeder einfach dem Ball hinterherläuft und taktische Vorgaben nichts zählen.“

In der Drittelpause wurde es erstmals laut in der Pflanz-Kabine und siehe da, die Pflanz zeigten im Anschluss ein anderes Gesicht. Man fand viel besser ins Eins gegen Eins, man lief nach Ballgewinn nicht mehr blind nach vorne, engte die Aktionsräume der Gegner besser ein und war in den Zweikämpfen präsenter. Da man im zweiten Drittel auch selbst die ein oder andere Chance kreieren konnte, entwickelte sich ein ausgeglichenes Drittel, welches die Pflanz mit 1:0 für sich entscheiden konnten.

Auch im letzten Drittel war das Spiel, nicht nur ergebnistechnisch, ausgeglichen. Eine gute Augsburger Zweitvertretung nutze einen Stellungsfehler in der Pflanz-Abwehr und erzielte einen Treffer in Überzahl. Die Pflanz hielten das Ergebnis durch zwei Treffer von Dominik Steer und Matthias Schmerbeck im Rahmen.

Coach Stefan Bauer zieht folgendes Fazit: „Positiv war, dass wir das erste Drittel schnell abhaken konnten und uns dann auf das Wesentliche konzentrierten. In der Vergangenheit, so wie auch zwei Wochen zuvor gegen Atting, brachen wir oft komplett ein und kassierten eine hohe Niederlage. Allerdings dürfen wir uns in Zukunft kein solch ein Drittel, wie das heutige erste erlauben. Jeder Spieler muss sich jetzt selbst hinterfragen und endlich verstehen, dass es nicht mehr ausreicht zweimal zu trainieren und dann ein bisschen zu spielen. Wir müssen lernen das Spiel und die taktischen Maßnahmen zu verstehen. Dazu muss man sich mit diesen auch auseinandersetzen und die Theorie verinnerlichen.“

Dazu haben die Mannen um Kapitän Daniel Schmidt noch eine Woche Zeit, ehe kommenden Samstag, wenn das erste Pflichtspiel auf dem Programm steht, das Ergebnis nicht mehr zweitrangig ist.