Patriots wollen ersten Sieg gegen Köln und ins PokalfinaleRhein-Main Patriots

Patriots wollen ersten Sieg gegen Köln und ins PokalfinalePatriots wollen ersten Sieg gegen Köln und ins Pokalfinale
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Am kommenden Freitagabend um 20:30 Uhr kommt mit dem Tabellensechsten HC Köln-West Rheinos ein Team in die Wetterau, welches auf eine perfekte Statistik gegen die Patriots zurückblicken kann. In bisher sieben Aufeinandertreffen, egal ob zu Hause oder auswärts, konnten die Domstädter bisher immer als Sieger vom Platz gehen. Doch das wollen die Patriots in diesem anstehenden ersten Skaterhockey-Freitagabendspiel der Vereinsgeschichte erstmals verhindern. Für dieses Vorhaben sieht man sich personell besser gerüstet, als noch in den letzten Spielen. „Wir brauchen mindestens drei Sturmreihen, um in der Bundesliga und besonders an Doppelwochenenden bestehen zu können“, so Neu-Trainer Stefan Napravnik. Mit dieser Erkenntnis und den zahlreichen Ausfällen der letzten Wochen reagierte man bei den Hessen und entschied sich mit Florian Schneider, der durch seine Einstellung und einer sehr vielversprechenden Leistung im Auswärtsspiel in Augsburg überzeugte, einen ehemaligen (war Teil der Aufstiegsmannschaft 2010) wieder fest in den Bundesligakader zu holen. Dass die Zusammenarbeit mit dem Patriots-Eigengewächs nicht nur für die letzten Spiele, sondern auch über das Saisonende hinausgehen soll, darauf einigten sich Spieler und Verein bereits. „Wir brauchen in unserem Team Spieler, die mit Herz und Leidenschaft für den Verein, das Team und den Sport da sind, das ist Florian, da sind wir uns sicher“, so Co-Trainer Jan Hofmann.

Neuzugang Nummer zwei ist ex Cheftrainer Patric Pfannmüller, der in Absprache mit Neu-Trainer Stefan Napravnik, seinem Co Jan Hofmann und dem Team die Entscheidung traf bis zum Saisonende noch einmal die Seiten zu wechseln, und helfen soll, die Torflaute der Niddataler (wenigste Tore in der Bundesliga) in den Griff zu bekommen. Für Pfannmüller keine leichte Entscheidung, ist die Veränderung für den 37 Jährigen Oldie nicht gerade leicht, doch nach einigen Trainingseinheiten will er sich in den Dienst der Mannschaft stellen und da helfen, wo er am wichtigsten gebraucht wird, und das ist aktuell nach einstimmiger Meinung aller Beteiligten auf dem Feld.

Gerade im Hinblick auf die Bedeutung der anstehenden Spiele und der Doppelbelastung am kommenden Wochenende nachvollziehbare Entscheidungen, denn Köln kommt mit den beiden Weisheit-Brüdern und Kai Esser mit dem womöglich besten Trio der Bundesliga nach Assenheim.

Auch Pokalgegner Kaarst wird am Samstag alles dransetzen, um als Sieger vom Feld zu gehen, denn die die Rheinländer haben als aktuelles Tabellenschlusslicht nur noch theoretische Chancen, den Abstieg aus der 1.Bundesliga zu verhindern und werden sich mit ihrem Topscorer und Nationalspieler Timo Dietrich (Platz 3 in der Bundesliga mit  43 Tore und 19 Vorlagen ) voll auf den Pokalwettbewerb konzentrieren. Die Endphase der Saison beginnt somit mit zwei Krachern in Sachen Spannung, aber auch Qualität. Da kommt es sicher gelegen, dass mit Eigengewächs und Talent Sebastian Aletter eine weitere Verstärkung in den Kader der Patriots nach einer achtwöchigen Pause zurückkehrt. Nicht mehr im Aufgebot stehen werden dagegen Tim May und Jan Barta, die in die Vorbereitung für die anstehende Eishockeysaison mit ihren Clubs eingestiegen sind. Außerdem werden die Niddataler am kommenden Wochenende auf Kevin Napravnik, Ingo Schwarz, Marcel Patejdl und am Freitag auch auf André Gabler (wegen Sperre) verzichten müssen.

Etwas beruhigender kann man die Vorbereitung dennoch angehen, brachten doch die Bundesligaergebnisse der Konkurrenz am letzten Wochenende ein etwas größer werdendes Polster. Hatten die Patriots noch Sommerpause, mussten die beiden Abstiegskonkurrenten Krefeld und Kaarst ran. Mit zwei Niederlagen für Krefeld und einer von Kaarst blieb der Abstand zum ersten Abstiegsplatz drei Spieltage vor Schluss bei fünf Punkten. Um auch 2015 sicher in der 1.Bundesliga zu spielen, benötigt man daher noch zwei Zähler.