Patriots am Samstag in IserlohnKein Druck für Assenheim

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Für die Rhein-Main Patriots geht es am Samstag ins Sauerland. Um 19.45 Uhr treffen sie in der Heidehalle auf die Samurai Iserlohn, eines der Topteams der 1. Skaterhockey-Bundesliga. Ist es ein Nach- oder eher ein Vorteil, dass es das Team von Stefan Napravnik immer sehr schwer auf der kleinen und sehr schnellen Spielfläche in Iserlohn hatte? Die Erwartungshaltung, etwas Zählbares aus dem Sauerland mitzunehmen, ist dadurch eher gering, was aber den Druck auf die in den letzten Wochen gebeutelte Mannschaft reduziert. „Wir gehen als Außenseiter in dieses Spiel und können nur positiv überraschen. Das ist in unserer Situation nicht unbedingt schlecht. Natürlich brauchen wir aber auch dringend Punkte, doch die gilt es bei noch der Hälfte aller Saisonspiele in erster Linie gegen Mitkonkurrenten zu holen, und von diesen Duellen haben wir noch genug“, so Trainer Stefan Napravnik.

Erfreulich ist, dass mit Tim May und Dennis Schlicht zwei wichtige Aktivposten der Patriots wieder zurück im Kader sein werden, was die Chance auf eine Überraschung dennoch erhöht. Auch die Rückkehr in Sachen Bundesliga von Marco Forster ist ein wichtiger Faktor, wurde der Kapitän gerade bei den Auswärtsspielen in Berlin und Bissendorf schmerzhaft vermisst. Ob Marcel Patejdl nach seinem Kreuzbandriss und seinen Kurzeinsätzen beim Euro-Cup am vergangenen Wochenende die Reise nach Iserlohn antreten wird, ist ebenso offen wie die Rückkehr von Verteidiger André Gabler, der noch an seiner Schulterverletzung laboriert. Doch sind die Verantwortlichen zuversichtlich erstmals seit Wochen wieder mit drei Reihen am Wochenende auflaufen zu können. Das ist auch sehr wichtig, verfügen die Sauerländer doch über ein ausgeglichenes Team, das sich nahezu identisch der Meistermannschaft 2014 auch in diesem Jahr präsentiert. Hervorstechen konnten in dieser Saison wie schon in den letzten Jahren die Nationalspieler Tim Linke mit aktuell 28 Punkten und Pascal Neumann mit 27 Punkten. Aber auch auf Marco Peters, Pascal Poerschke und Constantin Wichern gilt es ein Auge zu werfen. Im Tor steht mit Jonas Mende zudem ein weiterer aktueller Europameister. Im Tor bei den Patriots wird wohl neben Felix Dombrowsky erstmals in dieser Saison Routinier Ingo Schwarz stehen, da sich Marcel Kempf im Urlaub befindet.