Panther erkämpfen sich die Play-off-Teilnahme in KaarstKnapper Erfolg bringt Einzug ins Viertelfinale

Panther erkämpfen sich die Play-off-Teilnahme in KaarstPanther erkämpfen sich die Play-off-Teilnahme in Kaarst
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Ein ganzes Stück Arbeit war notwendig, um den Einzug der Bissendorfer Panther in die Play-offs der Skaterhockey-Bundesliga vorzeitig sicher zu machen. Mindestens ein Punkt musste bei den Crash Eagles Kaarst her, um die schon seit einigen Spieltagen gefühlt sichere Endrundenteilnahme nun auch praktisch fest zu machen – allerdings mussten die Panther an ihre Grenzen gehen, um Kaarst am Ende hauchdünn mit 6:5 zu bezwingen.

Nach Aussage von Panther-Coach Darian Abstoß waren es genau zwei Dinge, die am Ende den Ausschlag für den Sieg der Wedemärker gaben. Als erstes sei hier die starke Leistung seines Bruders und Torwarts Malte Abstoß zu nennen. Dieser zeigte insbesondere in den ersten zehn Minuten seine mit Abstand beste Saisonleistung in einer ohnehin sehr guten Saison. Während seine Vorderleute in den ersten Minuten wohl noch gedanklich im Bus saßen und augenscheinlich völlig von den Kaarstern überrannt wurden, zeigte Abstoß eine starke Parade nach der nächsten und sorgte für pure Verzweiflung bei den Crash Eagles, die mit einem Sieg gegen die Raubkatzen sogar noch in die Play-offs hätten einziehen können. Die Frustration auf Kaarster Seite schlug in völliges Entsetzen um, als die Panther durch Maxim Faber auf Vorlage von Felix Gollasch die erste echte Torchance zur völlig überraschenden 1:0-Führung nutze. Derweil hatte Kaarst sicherlich schon 20 Versuche zur Führung hinter sich, die allesamt und spektakulär von Abstoß vereitelt wurden. Sichtlich geschockt durch den Treffer brachen die Crash Eagles ein wenig ein und die Raubkatzen fanden langsam besser ins Spiel. Kaarst kam zwar noch zum Ausgleich in Überzahl, für mehr reichte es aber dank Abstoß nicht und so konstatierte Panther-Routinier Markus Köppl nach zwanzig gespielten Minuten, dass man sich auf Seite der Niedersachsen auch nicht über ein 0:5 hätte beschweren können.

Im zweiten Drittel fanden die Panther dann besser ins Spiel, wobei auch in diesem Drittel auf Seiten der Crash Eagles deutlich mehr Einsatz und Leidenschaft erkennbar war. Allerdings nutzten die Niedersachsen ihre Erfahrung und insbesondere Köppl setzte sich zweimal sehr gut vor dem gegnerischen Tor durch und erzielte zwei Treffer, die jedoch von Kaarst postwendend egalisiert wurden. Panthercoach Darian Abstoß nahm diese Gegentreffer frustriert zur Kenntnis, gingen ihnen doch immer individuelle Fehler seiner Schützlinge voraus. Spielstand nach 40 Minuten somit 3:3 und der Schlussabschnitt musste die Entscheidung bringen.

Es spricht für die Ausgeglichenheit der Liga, wenn 20 Minuten über Erfolg- oder Misserfolg einer Saison entscheiden können. Entsprechende Anspannung war auf beiden Seiten bei Spielern und auch Trainern vor dem Schlussabschnitt zu spüren und endlich nahmen auch alle Raubkatzen die Bedeutung der Situation an – allerdings waren sie klar im Nachteil: Aufgrund des Ausfalles von Kapitän Tommy Sellmann, Kristian König  und Nationalspieler Sebastian Miller waren die Panther nur mit zehn  Mann angereist – die Eagles boten komplette vier Reihen und somit 16 Spieler auf. Der konditionelle Vorteil im Schlussabschnitt lag damit deutlich auf Seiten der Heimmannschaft. Wahrscheinlich war es dann aber genau der Druck und der Energieüberschuss der Eagles, der für die Entscheidung sorgte: Während die Panther clever und abgebrüht versuchten die entscheidenden Zweikämpfe zu gewinnen, zog Kaarst eine unnötige Strafe nach der nächsten. Zunächst schloss erneut Köppl mit seinem dritten Tor des Abends zur Führung ab, kurz danach fiel Felix Waschekh auf Seiten der Eagles mit einem Stockschlag völlig aus der Rolle und bekam fünf Strafminuten aufgebrummt. Die Panther nutzen diese Überzahl für zwei weitere Treffer durch Patrick Baude, mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse und Lars Barlsen im Nachsetzen. Gleich danach konnten die Kaarster den durchstürmenden Köppl nur mit einem Stockschlag ins Gesicht stoppen, was völlig zurecht weitere Fünf-Minuten-Strafe nach sich zog. Auch wenn Köppl hier nicht abschließen konnte, so war es doch auch der Abend der Routiniers bei den Panthern: Köppl mit seinen 35 Jahren sorgte für drei Tore und ständige Unruhe vor dem Karstes Gehäuse, während das andere Wedemärker Urgestein, Jan Pries, mit seinen 36 Jahren die Defensive der Raubkatzen in Unterzahl und auch sonst zu ordnen wusste. Die Panther schafften es am Ende mit viel Kampf trotz zweier weiterer Gegentreffer den Sieg über die Zeit zu retten und belohnten sich im Anschluss mit einer kleinen, spontanen Kabinenparty.

Coach Abstoß war dementsprechend auch zufrieden: „Das war sicherlich heute keine Glanzleistung von uns, aber unsere Cleverness und dass wir am Ende die nötige Geschlossenheit an den Tag gelegt haben, gaben den Ausschlag zu einem etwas glücklichen Sieg. Am Ende zählt aber nur die Play-off-Teilnahme.“ Die Panther haben nun noch ein Heimspiel am kommenden Wochenende gegen Lüdenscheid vor der Brust, in dem es dann um die finale Platzierung in den Play-offs geht.  Danach bleiben drei Wochen Zeit um sich fit für die entscheidende Zeit des Jahres zu machen.