Optimale Ausbeute

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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Vier Punkte aus zwei Spielen: Mit der Maximalausbeute an Punkten an einem Wochenende haben sich die Uedesheim Chiefs zum ersten Mal in dieser Saison an die Tabellenspitze der 1. Skaterhockey- Bundesliga Süd katapultiert.

Am Samstag gewannen die Chiefs gegen die die Freiburg Beasts mit 7:5 (2:1, 3:0, 2:4). Erstmals im Kader der Chiefs stand Rückkehrer Max Bänder. „Er steigt jetzt voll ein und ist auf dem Platz, aber auch neben dem Feld und besonders in der Kabine ein ganz wichtiger Mann für uns“, so Gundlach im Vorfeld der Partie. Die Partie gegen Freiburg begann mit einem kleinen Dämpfer, als die Gäste gleich ihre erste Überzahl zum 0:1 nutzen konnten (9.). Doch danach kamen die Chiefs ins Rollen und zwei Tore von Marcel Handrich (11., 16.), beide auf Zuspiel seines Bruders Benny, sorgten für eine Uedesheimer Pausenführung.

Im zweiten Drittel zeigten die Chiefs dann, was möglich ist wenn sie ins Rollen kommen. Bastian Remer (24.) und zwei Mal Sebastian Muhs (30., 33.) bauten die Führung auf eine beruhigendes 5:1 nach dem zweiten Abschnitt aus. Was allerdings danach passierte, brachte selbst hartgesottene Uedesheimer Anhänger ins Grübeln. Dumme Strafzeiten, überhebliches Auftreten und konsequentes Vernachlässigen der Defensivarbeit brachte die Beasts zurück ins Spiel. Das 5:2 (41.) konnte Paddy Komor noch mit dem 6:2 kontern (43.), doch danach trafen erstmal nur noch die Gäste. Nach einem Doppelschlag in der 47. Minute und dem 5:6-Anschlusstreffer in der 54. Minute stand die Partie wieder auf des Messers Schneide.Erlöst wurden die Chiefs dann in der 58. Minute, als Sebastian Muhs auf Zuspiel von Paddy Komor mit dem 7:5 die endgültige Entscheidung herbeiführte.

Gegen die Düsseldorf Rams folgte ein 7:4 (2:2, 4:1, 1:1)-Sieg. Das Spiel war erst wenige Sekunden alt, als Kapitän Marcel Mörsch die Chiefs auf Zuspiel von Benny Handrich mit 1:0 in Führung bringen konnte (1. Minute). In der Folge waren die Chiefs zunächst auf Spielkontrolle bedacht, was Coach Mario Gundlach auch als sehr positiv bewertete: „Im Spiel 4 gegen 4 konnten uns die Rams im Prinzip nicht gefährlich werden, da haben wir auf allen Positionen gut gestanden.“ In der 9. Spielminute konnte Sebastian Muhs die erste Überzahlmöglichkeit nutzen, um die Chiefs auf Zuspiel von Paddy Komor mit 2:0 in Führung zu bringen. Da allerdings postwendend ein Uedesheimer Spieler auf die Strafbank wanderte, konnten die Rams schnell auf 1:2 verkürzen (9.). In der 11. Minute, die Chiefs waren erneut mit einem Mann weniger auf dem Feld, fiel dann der 2:2 Ausgleich und das Spiel war wieder offen.

Im zweiten Drittel spielten die Chiefs dann groß auf und sorgten für die Vorentscheidung. Nachdem man eine doppelte Unterzahl schadlos überstanden hatte, brachten Marcel Handrich (3:2 / 27.) und Sebastian Klerings (4:2 / 28.) die Chiefs auf die Siegerstraße. Einmal kamen die Rams noch ran (4:3 / 30.), ehe es mehr als hektisch wurde auf dem Feld. Zu den zehn bisher kassierten Strafminuten folgten bis zum Spielende weitere 38 für Uedesheim, inkl. einer Matchstrafe für Benny Handrich. Ein Umstand, der Mario Gundlach gehörig auf die Palme brachte: „Was die Schiris sich heute geleistet haben war eine absolute Frechheit.“ Trotz aller Schwierigkeiten konnten die Chiefs die Partie sportlich weiter kontrollieren und im zweiten Drittel die Führung sogar noch weiter ausbauen. Marcel Handrich schaffte in der 35. Minute auf Zuspiel von Mörsch das 5:3, Paddy Komor nutzte eine gute Minute später ein Zuspiel von Sebastian Klerings, um die Chiefs sogar in Unterzahl mit 6:3 in Front zu schiessen (37.) und die Weichen endgültig auf Sieg zu stellen.

Das letzte Drittel brachte dann viel Hektik auf und neben dem Feld, aber trotz aller Umstände behielten die Chiefs immer einen kühlen Kopf und hatten nur die zwei Punkte vor Augen. Natürlich in Überzahl kamen die Rams in der 43. Minute ein letztes Mal auf 4:6 heran. Einen Sturmlauf der Hausherren wussten die Chiefs in der Folge mit aggressivem Forechecking und schnellen Kontern zu vermeiden, und so war es Bastian Remer, der ein Zuspiel von Paddy Komor nutzte und in der 52. Minute mit dem 7:4 die endgültige Entscheidung schaffte. Nun haben die Chiefs erstmal drei Wochen Pause, weiter geht es erst am 20. Mai mit einem Heimspiel gegen die Dragons Heilbronn.