Ohne Druck, ohne Angst und erst recht ohne RespektIHC Atting

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Durch den 6:4-Erfolg im Heimspiel konnten die Wölfe die Serie am Samstag ausgleichen. „Wir haben jetzt schon mehr erreicht, als man uns zugetraut hat, haben den deutschen Meister geschlagen, also können wir ohne Druck nach Iserlohn fahren“, sagt Matthias Rothhammer, der für den Treffer zum 1:1 in einem intensiven zweiten Playoff-Spiel gesorgt hatte. „Es werden auch diesmal wieder Kleinigkeiten entscheiden – ein Schuss, eine Strafzeit, vielleicht ein Aufbaufehler so wie am Samstag.“ Fabian Hillmeier gelang nach einem solchen das 5:4, das war der spätere Siegtreffer. „Es war das erste Mal, dass wir in der Serie in Führung gegangen sind“, sagt Rothhammer. „Ich glaube schon, dass das Iserlohn einen leichten Knacks gegeben hat.“

Zuvor hatten die Wölfe viermal einen Rückstand aufgeholt, sich auch vom 3:4 nach 22 Sekunden im Schlussdrittel und den vielen Strafzeiten im Mitteldrittel nicht beeindrucken lassen. „Natürlich dürfen wir uns in Iserlohn nicht noch mal 16 Strafminuten in einem Drittel erlauben so wie in Spiel zwei, allerdings sind wir bei den Special Teams dann doch relativ gut gestanden und auch unser Goalie Raphael Heitzer hat echt stark gehalten.“ Waren es in Iserlohn noch sechs, kassierten die Wölfe zuhause nur noch ein Gegentor in Unterzahl.

Durch den Sieg hat sich die Mannschaft eine enorme Portion Selbstvertrauen geholt. „Jeder ist heißt auf das Spiel, ich weiß, dass wir in Iserlohn gewinnen können, wenn wir sie wieder so unter Druck setzen, wie zuhause auch. Ich denke schon, dass sie etwas nervös sind, auch wenn sie vielleicht als deutscher Meister mit dem Druck umgehen können. Aber letztendlich müssen sie gewinnen.“

Angestachelt ist die Mannschaft auch von der Tatsache, dass einige Iserlohner nach der Niederlage in Spiel eins schon fürs Halbfinale geplant und den Attingern bei der Heimfahrt mit auf den Weg gegeben hatten, dass man sich auf keinen Fall in Iserlohn wiedersehe. „Mit Spiel drei haben sie nicht gerechnet.“

Es ist also alles für ein heißes Spiel bereitet. „Ich hoffe auf eine Bärenstimmung, sowas wünscht sich jeder Spieler in den Playoffs“, sagt Rothhammer. „Das hier ist jetzt richtiges Hockey, es wird auf dem Feld hart zugehen. Wir sind zwar spielerisch vielleicht nicht so gut wie Iserlohn, aber können körperlich dagegen halten. Das mögen sie nicht so.“ Und wie sagte schon Hans Zach: „Wille schlägt Talent.“ Und Wille sowie Selbstvertrauen, aber bringen die Attinger reichlich mit nach Iselohn, Angst und Respekt dagegen nicht.

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