Nur 9:9 – Lange Gesichter bei den Nasenbären

Nur 9:9 – Lange Gesichter bei den NasenbärenNur 9:9 – Lange Gesichter bei den Nasenbären
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Am Ende der kämpferisch starken Partie gab es aber nur bei den Hausherren lange Gesichter über die unnötige Punkteteilung. Die junge Gästemannschaft feierten das Unentschieden wie einen Sieg, wurde der Ausgleich doch erst Sekunden vor dem Schlusspfiff erzielt. Auch zu Beginn des Matches setzten die Panther mit einem 2:0 (14.) die Akzente. Bis zu diesem Zeitpunkt scheiterten die Hausherren immer wieder am eigenen Unvermögen, die gut herausgespielten Torchancen zu nutzen, oder am guten Panther-Keeper Leon Rien. Im ersten Drittel war es besonders der Energieleistung und den zwei Toren von Nasenbären-Chef Christian Ciupka zu danken, dass mit dem 2:3 der Anschluss wieder hergestellt wurde.

Der zweite Spielabschnitt ging nach dem 2:4 (21.) dann sicher an die Gastgeber, die durch zwei Treffer von Ronny Marquardt sowie je ein Tor von Sascha Hainke und von Jürgen Brümmer einen 6:4-Vorsprung herausschossen. Hier war es auch Torhüter Henry Thode zu danken, der manche Lücke in der Abwehr mit tollen Paraden schloss. Im letzten Teil schien zunächst alles für die Nasenbären zu laufen, denn nach dem 5:6 (42.) durch die Bissendorfer Panther erhöhten Christian Schulz und erneut Ronny Marquardt auf 8:5 (53.). Bis sich die Nasenbären vor Freude über diese Tore aber wieder einkriegten, stand es durch klare Abwehrfehler nur noch 8:7 (54.). Wieder weckte Ronny Marquardt mit dem 9:7 (55.) bei den Fans Siegträume. Diese platzten aber in den 120 Schlusssekunden.

Die Panther drehten noch einmal auf und die Nasenbären waren zu kraft- und saftlos, um den Ausgleich zu verhindern. In der Pressekonferenz gab es von Rostocker Seite erst wieder einmal beschönigende Worte durch Chef Christian Ciupka, ehe sich Rostocks Top-Scorer Sascha Haike (40 Punkte nach 22 Toren und 18 Vorlagen) zunächst für die tolle Unterstützung bei den Zuschauer bedankte und dann Klartext sprach: „Wenn wir im weiteren Verlauf der Meisterschaft nicht endlich professioneller zur Sache gehen, dann werden wir noch manche Niederlage hinnehmen müssen.“ Er spielte vor allem auf die mangelnde Teilnahme einiger Akteure an. Obwohl die Spielerliste bei den Nasenbären 21 Namen umfasst, waren gegen die Bissendorfer Panther in einem Heimspiel wieder nur acht Spieler (zwei Reihen) und ein Torwart zur Stelle. „Das geht an die Substanz und jetzt kommen mehrere Auswärtsspiele in Folge“, so Sascha Heinke abschließend. Trotz des 9:9-Unentschiedens bleiben die Rostocker Nasenbären mit 15 Punkten Tabellenführer.