Niederlage trotz guter LeistungBissendorfer Panther

Niederlage trotz guter LeistungNiederlage trotz guter Leistung
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Top motiviert, aber nur mit einer Rumpftruppe traten die Panther am Samstag beim Meister zu ihrer ersten Partie in der Saison 2015 an. Lediglich vier Stürmer und sechs Verteidiger konnte Coach Darian Abstoß mit an den Rhein nehmen. Neben den Stammkräften Markus Köppl und Liam Janotta, die sich letzte Woche beim Vorbereitungsturnier in Österreich verletzten, fehlten beruflich noch Lars Barlsen und Marc Wedemeyer aufgrund einer Sperre aus der Vorsaison. Nach fast drei Monaten Vorbereitung konnte man die Anspannung beim Trainer- und Betreuergespann sehen. Auch Fitnesscoach Steve Jones vom Sponsor ProFeel reiste mit in die Domstadt, um die Früchte seiner Arbeit zu begutachten. Und Jones kann durchaus stolz auf seine Arbeit sein: Die Panther arbeiteten 60 Minuten trotz des kleinen Kader unermüdlich.

Das erste Drittel lief für die Niedersachen nahezu perfekt. Sie setzten die Maßgabe des Trainers konsequent um und gingen verdient durch Sebastian Miller in der elften Minute in Führung. Erst kurz vor Ende des Drittels nutzte der HC Köln-West eine erste kleine Konzentrationspause der Raubkatzen und konnte ausgleichen. Das zweite Drittel verlief ähnlich dem ersten. Dieses Mal traf Felix Gollasch auf Vorlage von Maxim Faber zum Panther-Führungstreffer, den Köln im Verlauf des Drittels ausgleichen konnte. Dieses Mal legten die Panther aber noch einmal nach: Sebastian Miller konnte auf Vorlage von Neu-Kapitän Tommy Sellmann die erneute Führung erzielen. Allerdings glich Köln kurz vor Schluss des Mittelabschnittes aus. Panthercoach Darian Abstoß war bis zu diesem Zeitpunkt sehr zufrieden mit seiner Mannschaft – lag doch eine echte Sensation mit einem Sieg beim Meister in der Luft.

Im letzten Drittel gingen dann allerdings die Rheinos in Führung. Dies bedeutete für die Panther – und das war dann wohl auch ausschlaggebend für das Spiel – eine Umstellung ihrer Taktik: Rührten die Niedersachsen in den ersten beiden Abschnitten förmlich Beton an, um ihr Gehäuse zu verteidigen, mussten sie nun selbst das Spiel gestalten und damit Raum für die enorm spielstarken Kölner öffnen. Diese nutzen diese Möglichkeiten nun im Stile eines Spitzenteams aus und zogen nach dem zwischenzeitlichen Anschluss von Sebastian Miller mit zwei Toren davon. Der letzte Treffer auf Bissendorfer Seite vom besten Wedemärker , Sebastian Miller, Sekunden vor der Schlusssirene war dann letztlich Ergebniskosmetik.

Kapitän Sellmann fasst das Spiel wie folgt zusammen: „Wir können wirklich sehr stolz auf unsere Leistung sein – das war ein gutes Spiel von uns heute. Allerdings wäre mit etwas mehr Glück auch ein Sieg drin gewesen.“ Fakt ist, dass die Raubkatzen mit dieser Leistung durchaus Hoffnung haben dürften, die Liga zu halten – auch wenn beim Meister nichts Zählbares am Ende für sie zu Buche stand. Zeit zum Ausruhen bekommen die Bissendorfer allerdings keine. Gleich am kommenden Wochenende kommt der Vizemeister aus Augsburg in die Wedemark. „Gegen Augsburg sind wir erneut und klarer Außenseiter“, so Trainer Abstoß, „dennoch müssen wir uns mit dieser Leistung auch gegen die Bayern nicht verstecken.“


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