Nasenbären wollen Heimserie fortsetzen

Da war mehr drinDa war mehr drin
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Heimspiele gewinnen, Auswärtsspiele verlieren – so läuft’s bislang für Aufsteiger Rostocker Nasenbären in der Skaterhockey-Bundesliga. Das wollen die Hanseaten auch am Samstag, 12. Juli, schaffen, auch wenn der Gegner der aktuelle Tabellenführer Highlander Lüdenscheid ist. Auswärts setzte es zuletzt wieder eine Niederlage – im Pokal-Viertelfinale beim 9:13 gegen die Bissendorfer Panther.

Wie im Vorjahr konnten die Rostocker den Wedemarkern nicht ernsthaft gefährlich werden, lagen schon früh im ersten Spielabschnitt bereits mit 0:6 zurück, beendeten das Drittel gar mit 0:7 und kamen erst im zweiten Drittel zu zwei eigenen Treffern. Dass die Panther bis dahin jedoch schon zwölf Tore vorgelegt hatten, machte die Sache indes nicht leichter. Umso erstaunlicher, dass die Gastgeber nach 40 Minuten mit einem Zehn-Tore-Vorsprung im Rücken das Spielen komplett einstellten. Die Nasenbären, nun mit dem stark haltenden Thilo Manschus zwischen den Pfosten, konnten den Schlussabschnitt wesentlich überzeugender als zuvor mit 7:1 für sich entscheiden und den gut 20 Mitgereisten somit den Trip zum Schluss doch noch etwas versüßen. Mit stärkerer Anfangsphase und einem besser aufgelegten Felix Thomas wäre unter Umständen noch etwas mehr drin gewesen – so bleibt den Warnowstädtern die Hoffnung, nach Steigerung im diesjährigen Pokal-Wettbewerb, dann im kommenden Jahr das Weiterkommen endlich zu schaffen – vielleicht ja sogar gegen die Bissendorfer Panther.

Und auch am kommenden Wochenende wartet mit den Highlandern aus dem Sauerland ein richtig dicker Brocken auf die Mannen von Coach Kramarenko. Letztes Jahr eher im Ligenmittelfeld haben die Lüdenscheider mit bemerkenswertem Aufwand in der Winterpause so richtig aufgekohlt. Zum bereits letztes Jahr im Dress der Lennestädter spielenden Jiri Svejda, der viertbester Punktesammler der Saison 2007 wurde, streiften sich viel neue Gesichter das Trikot der Hochländer über. Neben den vielversprechenden Neuzugängen Martin Schymainski von den Duisburg Ducks, Tim Linke vom Lokalrivalen Iserlohn und Falk Elzner aus Mayen kann Trainer Norbert Krause von Zeit zu Zeit sogar auf die Dienste solcher Edel-Joker wie die des DEL-Torschützenkönigs 2008, Michael Wolf, zurückgreifen. Im ISHD-Pokal überraschend in Runde drei gegen die Hot Chilis Kollnau ausgeschieden, können sich die Westfalen nun wieder komplett auf die Liga konzentrieren, doch auch dort zeigten sie zuletzt am Doppelspiel-Wochenende gegen die Rockets Essen zu Hause und die Bissendorfer Panther auswärts Schwächen. Das Heimspiel gegen die Raketen ging überraschend mit 5:7 verloren und auch bei den Raubkatzen gab es nach einem 7:7 nur einen Punkt mit auf den Heimweg. Nichtsdestotrotz führen die Lüdenscheider mit 19 Punkten aus elf Spielen souverän die Konkurrenz an und werden in Rostock sicher alles daran setzen, dies auch weiterhin zu tun und ihre lange Anreise mit Zählbarem zu krönen.