Nasenbären wollen die ersten Punkte

Da war mehr drinDa war mehr drin
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Wenn zum Heimspielauftakt der Rostocker Nasenbären in der 1. Skaterhockey-Bundesliga Nord am Samstag, 18. April , die Salt City Boars Lüneburg in der Arena im Bertha-von-Suttner-Ring auflaufen, schließt sich der Kreis. Vor mehr als zwei Jahren spielten die Rostocker zur Saisonvorbereitung ein Freundschaftsspiel gegen die Heidestädter, das schließlich ganz und gar „unfreundlich“ mit einem Spielabbruch endete.

Eine Art Rückspiel hat es danach nie gegeben, da die Keiler nach der Saison 2007 den Gang in die 2. Liga antreten mussten und die Nasenbären ins Oberhaus aufstiegen. Ohne nachtragend zu erscheinen, fühlten die Warnowstädter, dass das Ergebnis von 3:6 bei Spielabbruch seinerzeit nicht das Leistungsvermögen und den Spielverlauf widerspiegelte und wollen diesem Eindruck nun am Samstag beim ersten Heimspiel der Saison 2009 Nachdruck verleihen sowie endlich die ersten Punkte einfahren.

Nominell sind die Salzstadtkeiler zwar neben den Ahauser Maidy Dogs und den Pumpkins Oldenburg Aufsteiger, haben aber wie erwähnt schon einiges an Erstliga-Erfahrung vorzuweisen. Schwer verdauen mussten die Bergstädter sicher den Abgang von Nationaltorhüter Jan-Philip Fiege, der Anfang 2008 zum Lokalrivalen nach Bissendorf wechselte und in Lüneburg auf seiner Position große Fußstapfen hinterließ, doch mit dem Späteinsteiger Helge Koenecke scheinen die Keiler seit dem letzten Jahr Ersatz gefunden zu haben, der nicht bloß als „Notbesetzung“ dient. Und so starteten die Niedersachsen auch in diese Spielzeit schon aussichtsreich und konnten mit Heimsiegen über die beiden oben genannten Mitaufsteiger bereits die ersten vier Punkte sammeln. Lediglich beim Vizemeister 2008, den Highlandern Lüdenscheid, folgte die zu erwartende Auswärtsniederlage, die mit 3:12 jedoch dann recht deftig ausfiel.

Aber auch bei den Nasenbären ist noch einiges an ungenutztem Potenzial vorhanden, stehen die Kramarenko-Schützlinge doch nach zwei verlorenen Auswärtspartien bislang noch ohne Punkte und auf dem vorletzten Tabellenplatz da. Die Chancen, dass sich dies am Samstag ändern könnte, stehen zumindest besser als bei den beiden vorangegangenen Begegnungen in der Fremde. Zum einen vertrauen die Hausherren natürlich auf die Unterstützung ihrer treuen Fans, zum anderen sitzen am Wochenende dann hoffentlich wieder ein paar mehr Nasenbären auf der Spielerbank, sodass der personelle Engpass, unter der die Hansestädter auswärts stets zu leiden haben, dann wohl nicht zum Tragen kommt. Dass auch konditionell bei den Mecklenburgern noch nicht alles beim Alten ist, zeigte die Session über Ostern, als man mit drei kleinen Teams von nur sechs Feldspielern trainierte, die Beine aber nach kräfteraubenden 8 x 15 Minuten mit quälend langen Wechseln doch zusehends schwerer und die Aktionen merklich langsamer wurden.

Nichtsdestotrotz gilt es am Samstag, will man in der starken Nordgruppe überleben und den Klassenerhalt schaffen. Die Play-off-Teilnehmer Bissendorf, Duisburg, Lüdenscheid und Essen sind wohl auch zu Hause in Rostock nur schwer zu knacken. Der Ahauser SV lässt sich momentan noch nicht ausreichend gut einschätzen, doch die Oldenburger zeigten bereits beherztes Auftreten und unterlagen in Bissendorf und Essen mit disziplinierter Spielweise und starker Defensiv-Leistung oft nur knapp, sodass es 2009 wohl noch um einiges schwerer werden wird, das Saisonziel – Platz 5 – zu erreichen.