Nasenbären hoffen auf Punkte in der Wedemark

Da war mehr drinDa war mehr drin
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Etwas holperig in die Spielzeit gestartete und nach einem Drei-Tore-Vorsprung zum Saisonauftakt in Kaarst doch noch unglücklich verloren, kann es für die Rostocker Nasenbären in der 1. Skaterhockey-Bundesliga Nord nur besser laufen – wenn man am Samstag nicht gerade gegen den Vizemeister 2006 aus der Wedemark antreten müsste. Die Rostocker sind bei den Bissendorfer Panthern zu Gast.

Aus den bisher vier Vergleichen (je zweimal Bundesliga und Pokal) konnten die Rostocker dabei bislang nur einen knappen Sieg, bei drei zum Teil deutlichen Niederlagen, erringen. Auch letztes Jahr spielten die Raubkatzen wieder eine starke Saison, warfen in der ersten Play-off-Runde gar den Vorjahresmeister, den HC Köln-West, aus dem Rennen und unterlagen im Halbfinale nur knapp dem späteren Vizemeister, den Highlandern Lüdenscheid. Überhaupt; dass nicht nur die Liga im Aufstiegsjahr der Nasenbären einen gewaltigen Sprung gemacht hat, sondern speziell die Nordgruppe, zeigte sich spätestens in den Play-offs 2008 – keiner der Südvereine „überlebte“ die Auftaktrunde, sodass der Norden den Titel komplett unter sich selbst ausmachen konnte.

Doch auch die starken Raubkatzen sind nicht gänzlich unbezwingbar – selbst der Aufsteiger aus Oldenburg kam bei der Auftaktniederlage in Bissendorf vor allem durch aggressives Pressing nach zwischenzeitlichem 1:5-Rückstand noch einmal bis auf 4:5 heran, bevor die Hausherren im letzten Drittel mit zwei späten Toren, nach Überzahl-Situationen den Sack doch noch zumachen konnten. Ähnlich schwer taten sich die Hausherren einen Tag später gegen den zweiten Aufsteiger, die Maidy Dogs Ahaus. Gegen ein sehr defensiv ausgerichtetes Abwehrbollwerk brauchten die Panther lange, um doch noch eine standesgemäßes 7:2 herauszuschießen, sodass man auf Seiten des Trainergespanns trotz der vier Punkte aus zwei Partien bislang nur mäßig zufrieden mit der eigenen Spielweise war. Mit diszipliniertem Auftreten und wenig Strafzeiten hoffen die Rostocker auf ihre Chance, den einen oder anderen Punkt aus der Wedemark mitnehmen.

Dass ausgerechnet die Nasenbären keine Musterknaben sind, musste Kapitän Paul Paepke nach der Auftaktpartie in Kaarst erkennen, nach der ihm nun zwei Spieler mit Spieldauerstrafen für die Begegnung am Samstag fehlen werden und die Mannschaftskasse mit Strafzahlungen belasten. Auch Entlastung ist kaum in Sicht und so gelten die Rostocker, wie im Jahr zuvor, mit kleinem Kader auswärts als gern gesehene Gäste, die allzu oft die Punkte artig da lassen.