Nasenbären empfangen den SpitzenreiterRostocker Nasenbären

Nasenbären empfangen den SpitzenreiterNasenbären empfangen den Spitzenreiter
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Beim Hinspiel in der Domstadt am Rhein konnten sich die Hanseaten zum Saisonstart wirklich achtbar aus der Affäre ziehen und landeten mit einer knappen 5:7-Niederlage am Ende fast noch einen Überraschungserfolg gegen den mehrmaligen Deutschen Meister (2006, 2007, 2009, 2010), Vizemeister (1988, 2004, 2005, 2012), ISHD-Pokal- (2006, 2008, 2010) sowie Europapokalsieger (2008, 2010).

So vergleichsweise „einfach“ werden es die Rollen-Cracks aus dem Rheinland um die Brüder Robin und David Weisheit, die auch im Kader von Nationaltrainer Manfred Schmitz eine tragende Rolle spielen, den Warnowstädtern in der OSPA-Arena mit Sicherheit nicht machen. Diese Erfahrung machten gerade auch die im Kampf um den Kassenerhalt unmittelbar hinter den Rostockern (10. Rang, 7 Punkte) platzierten Skating Bears aus Krefeld (11. Rang, 6 Punkte), die im Spiel gegen die Kölner kein Bein auf den Boden bekamen und mit sage und schreibe 2:22 am Ende völlig desolat untergingen. Dies war bereits der fünfte Sieg in Folge für die Nashörner, darunter beispielsweise auch ein imposanter 1:9-Auswärtserfolg gegen die Rhein-Main Patriots aus Assenheim.

Die Nasenbären sollten also mehr als gewarnt sein, nicht nur vor der individuellen Klasse, die mit Akteuren wie Kai Esser, Jannik Marke, Tobias Adam und weiteren Top-50-Scorern zudem in einer beneidenswerten Breite gegeben ist, sondern auch vor der mannschaftlichen Geschlossenheit und dem hohen Tempo, mit der der Rheino-Express zuweilen den Gegner zu überrollen droht. Alles Andere als ein Sieg der favorisierten Gäste wäre sicher eine kleine Sensation, doch wenn es die Jungs um Nasenbären-Goalie Mads Tolstrup Nielsen verstehen, diesmal nicht wieder komplette Spielabschnitte zu verschlafen, mannschaftlich geschlossen in Angriff und Verteidigung zu Werke zu gehen und ihren Schlussmann noch konsequenter zu entlasten, wird man das Spiel aus Rostocker Sicht vielleicht so lange offen halten können, dass man den Favoriten vielleicht sogar etwas ärgern kann, man hinter der Kölner Bande vielleicht sogar etwas nervös wird, Fehler macht und mit der Unterstützung des Rostocker Publikums am Ende sogar etwas bewegt.