Nasenbären deutlich besser, aber ohne PunkteRostocker Nasenbären

Nasenbären deutlich besser, aber ohne PunkteNasenbären deutlich besser, aber ohne Punkte
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Unmittelbar nach der 2:11-Heimpleite gegen den SHC Rockets Essen stand am Samstag gleich das Rückspiel im Ruhrpott an. Mit einem 5:9 (2:5, 2:2, 1:2) haben sich die Rostocker bei den Rockets zunächst deutlich besser verkauft. „Es war sogar ein Punktgewinn drin“, so die Einschätzung des Rostocker Trainers. „Wir nutzten aber mehrere gute Möglichkeiten nicht, obwohl wir öfter in Überzahl agierten als die Hausherren.“ Zunächst fehlten mit dem noch angeschlagenen Paul Paepke, mit Jürgen Brümmer, Marek Strzelecki und mit Tony Walther vier Spieler aus dem Stammaufgebot. Auch die zur Verstärkung engagierten Christ Otten, Eric Haiduk und Keven Gall waren in Essen nicht dabei. So halfen Johannes Kuhlmey, Tommy Husmann und Michael Rönnfeldt aus. Im Spiel selbst gingen die Nasenbären mit 1:0 (5.) durch Kristian Damgaard nach Vorarbeit von Jörg Müller in Führung und waren dann mit dem 2:3 (17.) durch Christian Ciupka nach einer erneuten Ablage von Jörg Müller immer noch gut im Geschäft. Dann aber Konzentrationsschwächen bis zum 2:5 noch im ersten Spielabschnitt. Ausgeglichen mit einem 2:2 durch weitere Treffer von Kristian Damgaard (Vorlage Christian Herrmann) und Christian Ciupka (Vorlage Kristian Damgaard) gestaltete sich der zweite Spielabschnitt. Hier ließen die Nasenbären die vom Trainer benannten guten Tormöglichkeiten aus. Ebenso im letzten Teil des Matches, als nur noch einmal Christian Ciupka nach Vorarbeit von Kapitän Christian Herrmann zum 5:9 (51.) verkürzte. Insgesamt aber war es gegen das Essener Team vor 200 Zuschauern eine bessere Leistung als im Hinspiel.

Auch gegen die Duisburg Ducks wollten die Rostocker Nasenbären am Sonntag vor eigenem Publikum besser agieren als beim 3:8 in Duisburg. Die Voraussetzungen waren gut, denn die Hausherren konnten endlich einmal drei starke Reihen aufbieten. Auch Paul Paepke war mit von der Partie, ebenso die drei Neuzugänge. Aber es half nichts, die Nasenbären kassierten ein unnötiges 7:8 (1:5, 4:2, 2:1). Zwar begannen die Gastgeber gut, führten durch ein Tor von Kristian Damgaard (Vorlage Christian Ciupka) mit 1:0 (7.), verfielen dann aber in den altbekannten Trott. Das Umkehrspiel funktionierte nicht mehr richtig, die Nasenbären waren immer einen Schritt zu spät. Das nutzten die Ducks in der 11., 13., 14. und zweimal in der 16. Minuten, um das Match mit 5:1 zu drehen. Zwei Treffer kassierten die Rostocker dabei wieder in Unterzahl. In der Pause dann eine Standpauke von Trainer Mario Breneizeris. Es half, denn die Nasenbären holten innerhalb von zehn Minuten den Rückstand auf. Zwei Tore von Kapitän Christian Herrmann per Schlagschuss und feinem Solo sowie jeweils ein Treffer von Christian Ciupka und Soeren Damgaard sorgten für den 5:5-Ausgleich. Das Spiel wurde jetzt deutlich härter, so dass die Unparteiischen durchgreifen mussten. Jeweils fünf Strafminuten auf beiden Seiten sorgten zunächst für ein mehr Platz auf dem Parkett, als Eric Haiduk bei 3-gegen-3 eine weitere Zeitstrafe kassierte, spielten die Hausherren zunächst sogar nur mit zwei Feldspielern. Innerhalb von 50 Sekunden führte das zum 5:7 (35.). „Wir haben den 150 Zuschauern in der OSPA Arena aber gezeigt, dass noch etwas ging“, war der Trainer mit dem zweiten Drittel aber nicht unzufrieden. Es ging sogar noch mehr, aber nicht mehr alles. Zunächst zog Duisburg im letzten Spielabschnitt auf 8:5 (47.) davon, ehe die Einheimischen noch einen guten Schlussspurt mit dem 6:8 durch Jürgen Brümmer und dem 7:8 durch Christian Ciupka hinlegten. Coach Breneizeris nahm die letzten beiden Spielminuten den grandios haltenden Nielsen aus dem Tor, aber die restlichen 36 Spielsekunden nach dem unmittelbaren Anschluss reichten dann nicht mehr für den Ausgleich und ein Penaltyschießen. „Eine unnötige Niederlage. Mit der Leistung im ersten Drittel vermasselten wir uns den Sieg. So brachten wir uns um den Lohn nach einem 6:3 in der restlichen Spielzeit“, war der Coach etwas verstimmt. „Aber darauf lässt sich für die restlichen Spiele aufbauen. Die Nasenbären bleiben auch weiter in der ersten Liga, wenn sie so engagiert wie in den letzten 40 Minuten des Matches zu Werke gehen“, tröstete er abschließend. Leider verletzte sich Paul Paepke in den letzten Spielminuten erneut am Knie.