Mit Sand im Getriebe zum 14:6

Ducks starten gegen AhausDucks starten gegen Ahaus
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Schon nach gut zehn Minuten hatte Sascha Wilson kein gutes Gefühl. „Ich kann solche Spiele nicht leiden“, sagte der Kapitän der Duisburg Ducks – als sein Team gerade mit 5:1 gegen die Rostocker Nasenbären führte. Er sagte das, weil er genau wusste, was kommen würde. Zu diesem Zeitpunkt zeigte sich bereits, dass die Enten die Zügel schleifen ließen. Es sind nur sieben Feldspieler und ein Keeper, die die Mecklenburger mitgebracht hatten. Diese Einstellung verfestigte sich. 5:1 nach sieben Minuten, doch den nächsten Treffer markierten die Huasherren erst in der 35. Minute. Am Ende stand dann aber doch noch ein 14:6 (5:3, 1:0, 8:3)-Erfolg des Deutschen Meister in der Skaterhockey-Bundesliga.

„Ich bin überhaupt nicht zufrieden“, schmipfte daher auch Ducks-Trainer Manfred Schmitz. „Die ersten zehn und mit Abstrichen die letzten 20 Minuten waren okay. Dazwischen hatten wir das Hockeyspielen eingestellt.“ Die hohe Führung nach sieben Minuten und der kleine Rostocker Kader schienen die Ducks darüber hinwegzutäuschen, dass die Spieler aus dem Norden selbst eine ganze Menge von ihrem Sport verstehen – immerhin spielt ein Großteil der Nasenbären im Winter Eishockey. Darunter übrigens auch der Neuseeländer James Trevana-Brown, den man ob seiner Herkunft kaum mit diesem Sport in Verbindung bringt, läuferisch allerdings stark ist und sich so eine Menge Chancen erspielt. Zudem ließen die Duisburger Christian Herrmann, der über eine harten Schuss verfügt, zu viel Freiraum.

Erst nach einigen Minuten im Schlusabschnitt hatten sich die Ducks wieder gefangen und sorgten wieder für eine deutlich erhöhte Torprodutkion. Den Treffer des Tages markierte Dominik Müller, der beim 11:4 in der 56. Minute eine Vorlage von Sebastian Schneider volley in der Luft nahm und verwandelte.

Tore: 1:0 (1.) Müller (Kevin Wilson), 2:0 (3.) Kevin Wilson (Latocha), 2:1 (5.) Ciupka (Paepke), 3:1 (6.) Kevin Wilson (Kindler), 4:1 (7.) Müller (Kevin Wilson), 5:1 (7.) Patrick Schmitz, 5:2 (12.) Trevana-Brown (Stratmann/4-2), 5:3 (19.) Stratmann (Herrmann), 6:3 (35.) Latocha, 7:3 (46.) Schneider (Sascha Wilson), 7:4 (47.) Herrmann (Stratmann), 8:4 (48.) Patrick Schmitz (Czajka), 9:4 (50.) Patrick Schmitz (Czajka), 10:4 (54.) Bak (Sascha Wilson), 11:4 (56.) Müller (Schneider), 12:4 (57.) Müller (Kevin Wilson), 13:4 (59.) Bak (Patrick Schmitz), 14:4 (59.) Bak, 14:5 (59.) Ciupka (Trevana-Brown), 14:6 (60.) Trevana-Brown. Strafen: Duisburg 6, Rostock 2. (the)