Mit neuem Trainer nach Freiburg

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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Knappe zwei Wochen hatte der neue Coach der Uedesheim Chiefs, Peter Schrills, Zeit, seine Mannschaft auf das erste Pflichtspiel mit ihm hinter der Bande in der Skaterhockey-Bundesliga vorzubereiten. Am Samstag geht die Reise der Chiefs in den Schwarzwald, um 18 Uhr beginnt die Ligapartie bei den Freiburg Beasts. „Viel zu ändern gab es sowieso nicht“, so Schrills, der das Team und die Reihen im Wesentlichen in der Formation aufs Feld schicken wird, wie sie auch unter Ex-Coach Mario Gundlach schon aufgestellt waren. „Für mich geht es darum, Kleinigkeiten anzupassen und taktisch neue Variationen ins Spiel zu bringen.“

Natürlich hat sich Schrills auch mit dem Gegner aus Freiburg beschäftigt. Die Beasts, aktuell Vorletzter der Tabelle mit drei Siegen und neun Niederlagen aus zwölf Spielen, ließen am letzten Wochenende mit einer knappen 8:12-Niederlage im Pokal gegen Bissendorf aufhorchen. Schrills: „Vom Ergebnis her hört sich das ganz akzeptabel an. Acht Tore muss man gegen Bissendorf erstmal machen. Offenbar haben die Freiburger eine gute Offensive. Auf der anderen Seite sprechen zwölf Gegentore in eigener Halle natürlich nicht für eine sattelfeste Abwehr.“ Insgesamt erwartet Schrills „nicht, dass wir die Punkte geschenkt bekommen“, rechnet „im Endeffekt aber doch mit einem Auswärtssieg.“

„Konzentriert zu Werke gehen, schnell ins Spiel finden, Sicherheit gewinnen und dann vorne zuschlagen.“ Das ist die Forderung, die Schrills an sein neues Team stellt.

Bislang konnten die Chiefs in der Vergangenheit alle Partien gegen Freiburg gewinnen. Im April diesen Jahres konnte man nach hartem Kampf und einer im letzten Drittel fast verspielten 5:1-Führung noch mit 7:5 die Oberhand behalten. In der letzten Saison siegten die Chiefs zu Hause mit 15:3 und auswärts mit 9:4. Erstmals kreuzten sich die Wege beider Vereine in der Saison 2005, hier konnten die Chiefs zu Hause mit 9:1 und in Freiburg mit 12:3 gewinnen.

Die Beasts haben in diesem Jahr beide Partien gegen die Heilbronn Dragons gewonnen (6:5 und 6:3) und konnten mit Augsburg sogar schon einen „großen“ der Liga in die Knie zwingen. Mit 5:4 gewannen die Freiburger gegen das Team aus Augsburg, welches den Chiefs in dieser Saison bereits zweimal in die Suppe spucken konnte. Topscorer der Schwarzwälder ist Benjamin Stehle, der mit 16 Toren, 4 Assists und somit 20 Punkten aus 10 Spielen auf Rang 17 der ligaweiten Scorertabelle liegt. Uedesheims bester Scorer ist nach wie vor Marcel Handrich, der mit 22 Toren, neun Assists und 31 Punkten auf Rang acht der Scorerwertung logiert. Ebenfalls noch vor dem besten Freiburger rangieren die Uedesheimer Paddy Komor, Marcel Mörsch und Benjamin Handrich.

Personell gibt es auf Uedesheimer Seite noch zwei Fragezeichen für den Kader von Samstag. Keeper Olli Derigs hat zwar schon wieder trainiert und am letzten Wochenende beim Turnier in Basel (die Chiefs erreichten dort einen guten 4. Platz) mitgespielt, aber „bei 100 Prozent ist er noch nicht“, so Schrills. „Wir werden da nichts riskieren und am Freitag nach dem Abschlusstraining entscheiden ob er spielen kann. Wenn es nicht reicht, wird Martin Mannheim in Freiburg anfangen.“

Ebenfalls unklar ist der Status von Topscorer Marcel Handrich, der sich in Basel eine Leistenverletzung zugezogen hat und in dieser Woche noch nicht trainieren konnte. Schrills: „Auch bei ihm werden wir den Freitag abwarten. Ich hoffe natürlich, dass es geht, aber wenn nicht, müssen halt Andere diese Lücke füllen.“ So oder so werden die Chiefs in Freiburg mit drei starken Reihen ins Spiel gehen und versuchen, die im Kampf um die Tabellenspitze dringend benötigten Punkte mit ins Rheinland zu bringen.