Mit einem Punkt gegen Schlusslicht zufrieden sein

Mit einem Punkt gegen Schlusslicht zufrieden seinMit einem Punkt gegen Schlusslicht zufrieden sein
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Die Rheinländer, die mit drei Neuverpflichtungen und dem in dieser Woche aus dem Urlaub zurückgekehrten Kapitän Drehmann in Niddatal aufliefen, waren von Trainer Jan Opial defensiv eingestellt und lauerten auf Konter. Ein erfolgreiches Rezept, denn die Patriots taten sich schwer ihre spielerischen Qualitäten gegen die tiefstehenden Gäste ausspielen zu können. Folgerichtig das 0:1 durch Thimo Dietrich in der zwölften Spielminute für die Crash Eagles aus Kaarst. Erst im Powerplay kamen die Patriots so richtig zum Zuge. Schnürte man die Gäste in der eigenen Hälfte ein und übten Druck auf das Tor der Eagles aus. Unmittelbar nach Ende dieser Überzahl war es Marco Forster, der für die Niddataler den Ausgleich (18.) markierte. Doch nur eine Minute später wussten die Gäste zu Antworten und kamen durch besagten Sascha Drehmann zur erneuten Führung.

Mit diesem Ergebnis ging es auch in den zweiten Abschnitt. Die Patriots kamen besser aus der Pause und so war es Jan Bannenberg, der in der 25. Minute zum Ausgleich traf. In der Folge verloren die Patriots aber wieder den Faden, versuchten zu oft spielerisch den Ball in der gegnerischen Hälfte zum Tor zu bringen, doch die gut und eng stehenden Kaarster machten die Räume dicht und so waren es Konter, die zwei weitere Treffer für die Gäste brachten. Torschützen waren David Walczok und Neuzugang Udo Schafranski. Trainer Pfannmüller nahm eine Auszeit und versuchte auf das Team einzuwirken. Marco Kluin verstand die Worte des Trainers scheinbar am besten und brachte sein Team 30 Sekunden später mit einem platzierten Schuss in der 39. Spielminute zum 3:4 wieder heran.

Das Schlussdrittel gehörte dann über weite Strecken den Hessen. Druckvoll und mit wesentlich mehr Schüssen setzte man das Kaarster Tor mehr und mehr unter Druck. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, Marco Forster war es in der 44. Minute, der den Ausgleichstreffer erneut durch einen Distanzschuss erzielte. Die Patriots weiter am Drücker, doch der Pfosten stand sowohl Steven Töteberg als auch Marco Kluin im Weg. Dann war es die 59. Spielminute, die es in sich hatte. Erneut Udo Schrafanski, der eine Unachtsamkeit in der Assenheimer Hintermannschaft nutzte und seine Farben erneut in Front brachte. Die Patriots mussten reagieren. Pfannmüller nahm erneut eine Auszeit und stellte seine Mannschaft etwas um. Er versuchte seine Spieler wieder aufzubauen und forderte Offensiver und mit mehr Zug zum Tor zu agieren. Im Anschluss die Patriots mit Bullygewinn und positionierten sich in der Hälfte der Rheinländer. Hannes Ressel im Ballbesitz passte auf Marco Forster, der von zentraler Position nur 20 Sekunden nach der Kaarster Führung zum 5:5 Ausgleich einnetzen konnte.

Am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden, mit dem die Patriots bei einem Blick auf die Tabelle besser leben können, als die Gäste aus Kaarst. Dieses zeigten auch die Aussagen der Trainer nach dem Spiel, war doch Kaarsts Trainer Jan Opial aufgrund des späten Ausgleichs sichtlich enttäuscht. „Wir haben noch vier Spiele und müssen versuchen in möglichst allen Spielen zu Punkten, dann kann es mit dem Klassenerhalt noch klappen“, so der Gästecoach. Bei Patric Pfannmüller war das doch etwas entspannter. „Wir wollten zu Hause gegen Kaarst gewinnen, da gibt es gar nichts zu beschönigen, aber sieht man den Spielverlauf müssen wir mit dem Punkt einfach zufrieden sein. In der Tabelle haben wir dadurch unseren Vorsprung auf die hinter uns liegenden Teams vergrößert und Essen in der Tabelle überholt. Das ist trotz dieses Unentschiedens eine gute Situation“. Auf die Frage, warum das Team in den ersten 40 Minuten nicht Druckvoll auf das Tor der Eagles agierte, sagte er: „Wir tun uns immer schwer, wenn sich der Gegner so tief hinten reinstellt und wir unser Spiel nicht so umsetzen können, wie gegen Teams die mitspielen. Doch das hat meine Mannschaft im letzten Drittel schließlich erkannt und umgesetzt. Von da an lief es besser.“

Am nächsten Samstag, 19 Uhr, erwarten die Patriots erneut ein Team aus dem Abstiegskampf. Zu Gast ist der traditionsverein und mehrfache Deutsche Meister aus Düsseldorf, der ebenfalls mit dem Rücken zur Wand steht. Bleibt abzuwarten, ob die Mannschaft die Forderungen der Trainer Pfannmüller und Hofmann früher umsetzt als gegen Kaarst.