Mit einem Bein in der Regionalliga

Devils starten ins UnbekannteDevils starten ins Unbekannte
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Die SG Langenfeld Devils haben am Samstag mit 2:7 (0:4, 1:0, 1:3) bei den Hamburg Sharks und am Sonntag bei den Holtenau Huskies mit 4:6 (2:0, 0:2, 2:4) verloren – und steuern in der 2. Skaterhockey-Bundesliga Nord dem Abstieg in die Regionalliga entgegen. Die Langenfeelder brauchen nun schon Schützenhilfe, um in der Liga bleiben zu können.

Die beiden Auswärtsspiele in Norddeutschland galten im Vorfeld als die große Hoffnung, das sich anbahnende Desaster noch abzuwenden. Die Hamburger Sharks und die Holtenau Huskies (Kiel) wurden jeweils mit 11:5 beim Hinspiel in Langenfeld besiegt. Um die beiden Teams auch im Rückspiel zu schlagen, holten sich die Devils Hilfe. Das urlaubsbedingte Fehlen von Moritz Matzkies, Maurice und Dominic Gladbach wollte Langenfeld durch zwei Eishockey-Cracks kompensieren. Mit Philip Kukuk und Udo Schmid (unter anderem Deutscher Meister mit der DEG) standen den Teufeln an diesem Wochenende erfahrene Eishockeyspieler zur Seite. Für einen Sieg sollte es trotzdem nicht reichen.

In Hamburg spielten die Devils zunächst relativ sicher. Bei vier Kontern der Gastgeber standen die Verteidiger der Langenfelder jedoch zu weit von ihren Gegenspielern entfern, so dass die zielsicheren Hamburger mit 4:0 in Führung gingen. Die Teufel hatten ähnliche Chancen, waren beim Abschluss allerdings weniger glücklich. Das bis dahin ausgeglichene Spiel konnten die Langenfelder im zweiten Drittel mehr und mehr an sich reißen. Auf der riesigen Spielfläche wurden sie allerdings zu selten wirklich gefährlich vor dem gegnerischen Tor. Erst in Überzahl gelang Henk Ginsberg das erste Tor für Langenfeld. Im letzen Drittel brachte das 4:2, erzielt durch Udo Schmid, neue Hoffnung, weitere Treffer wollten jedoch nicht gelingen. Hamburg nutzte die sich ergebenden Räume der angreifenden Teufel weiter für Konter und konnte so zwei weitere Tore erzielen.

Am nächsten Tag spielten die Devils in Kiel in einer ähnlich riesigen Halle. Zunächst waren die Teufel dem Tabellenvorletzten deutlich Überlegen. Langenfeld kombinierte sicher, nach den ersten beiden Toren, erzielt von Jost Henke und Markus Kruber, sah es so aus, als hätte Langenfeld die dringend benötigten Punkte sicher. Doch auch in Kiel erspielten sich die Teufel zu wenig richtig gute Torchancen, bzw. mangelte es zu häufig an der Kaltschnäuzigkeit und Treffsicherheit. Aus unverständlichen Gründen gab Langenfeld nach der Hälfte des Spiels die Partie aus der Hand. Holtenau witterte Morgenluft und erzielte den Anschlusstreffer. In einer Überzahlsituation gelang den Huskies sogar der Ausgleich. Zu Beginn des Schlussabschnitts erzielte Holtenau durch einen Sonntagsschuss ein absolutes Traumtor in Überzahl und ging somit in Führung. Bei den Langenfeldern flatterten nun die Nerven. Es folgte eine hektische Phase im Spiel, es ging auf und ab. Holtenau baute die Führung auf 4:2 aus, Sebastian Schwickart gelang in Unterzahl das 4:3 ehe die Huskies in der gleichen Powerplaysituation wieder auf 5:3 erhöhten. Zehn Minuten vor dem Ende fingen sich die Langenfelder wieder und setzten zum Endspurt an. Jost Henkes 5:4 brachte die Devils zurück ins Spiel. Nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor der Gastgeber geriet Markus Kruber mit einem Holtenauer aneinander. Einen angedeuteten Kopfstoß von Kruber ahndete der Schiedsrichter mit einer roten Karte (ist verbunden mit einer fünfminütigen Zeitstrafe). Mit drei Spielern konnte kein Druck mehr von Langenfelder Seite aufgebaut werden. Kurz vor dem Ende wechselten die Devils ihren Torhüter zugunsten eines vierten Spielers ein und Holtenau traf in das leere Tor der Teufel.

Trotz des beherzten Auftretens der Teufel, die viel gelaufen sind und größtenteils vorbildlich gekämpft haben, reichte es nicht um in Norddeutschland zu bestehen. Damit dürfte auch klar sein, dass es für Langenfeld auch nicht reicht, um in der 2. Bundesliga zu bestehen. Die Devils haben nun richtig schlechte Karten im Kampf um den Klassenerhalt, da die Konkurrenz am Wochenende punktete. Noch liegen die Teufel einen Zähler vor dem neunten Platz, der den direkten Abstieg bedeutet und derzeit von Hannover belegt wird. Beim letzten Saisonspiel muss Langenfeld am nächsten Sonntag aber ausgerechnet beim Tabellenführer, dem Crefelder SC, antreten. Die anderen abstiegsgefährdeten Vereine haben jeweils noch drei Spiele um zu Punkten und somit Langenfeld hinter sich zu lassen.