Misslungener Einstand

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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Seinen Einstand als Trainer der Chiefs hatte sich Peter Schrills anders vorgestellt: Am

Samstagabend erreichte seine Mannschaft nur ein 9:9 (2:1, 3:5, 5:4) beim Tabellenvorletzten in Freiburg.

Ohne den erkrankten Marcel Handrich begannen die Chiefs gewohnt stark und lagen durch Treffer von Marcel Mörsch (1:0 / 4. Minute) und Sebastian Schreiber (2:0 / 8.) schnell in Front. Doch die Freiburg Beasts schlugen postwendend zurück: Stehle verkürzte im Gegenzug auf 1:2 (8.). Im weiteren Verlauf des ersten Drittels ging es hin- und her, weitere Tore fielen zunächst aber nicht. Beide Keeper, auf Uedesheimer Seite Martin Mannheim, zeigten eine starke Leistung.

Mit Beginn des zweiten Drittels schaukelten sich die Emotionen hoch und es ging teilweise überhart zur Sache. Schrills: „Die Freiburger haben manchmal wirklich unsauber gespielt. Zum Glück haben wir uns davon nicht anstecken lassen. Aber so wurden auch ein paar Entscheidungen der Schiedsrichter gegen uns beeinflusst.“ Von nun an standen nur noch selten vier Feldspieler auf beiden Seiten auf dem Platz, im Endeffekt kassierten die Chiefs 21 Strafminuten, die Beasts sogar 53. „Aber“, so Schrills, „die haben das wirklich clever gemacht. Sie haben ihren Heimvorteil an der

Bande genutzt und uns sogar in Unterzahl einige Tore eingeschenkt.“ In der Tat wussten die Hausherren den Einsatz der Bande, welche den Ball flummiartig wieder zurück ins Spielfeld beförderte, sehr gut zu nutzen. Nach dem zwischenzeitlichen 3:1 durch Sebastian Muhs (23.) kamen die Beasts binnen wenigen Sekunden zum Ausgleich (3:2 / 26.; 3:3 / 27.). Doch noch blieben die Chiefs cool und konnten ihrerseits mit einem Doppelschlag kontern: Paddy Komor und Markus Joosten trafen beide in der 29. Spielminute und die Chiefs führten mit 5:3. Die Hausherren wechselten nun ihren Keeper, und fanden in ihrem neuen Mann, Christoph Mathis, einen richtig starken Rückhalt für die letzte halbe Stunde. Das motivierte auch die Feldspieler und Willnauer (5:4 / 32.) und Mauderer (5:5 / 36.) glichen die Partie erneut aus.

Nun nahm auch Peter Schrills seinen Keeper vom Platz und schickte nach wochenlanger Verletzungspause Olli Derigs wieder zurück ins Ligageschehen. „Martin hat wirklich gut gehalten, an ihm hat es nicht gelegen. Einige der Gegentore waren schlicht und ergreifend Sonntagsschüsse“, so Schrills. „Aber ich musste ein Zeichen setzen und habe gehofft, der Mannschaft dadurch noch mal einen neuen Schub zu geben.“ Der Schub blieb jedoch erstmal aus, noch im zweiten Drittel gingen die Beasts erstmals in Führung: Sedlak sicherte seinem Team mit dem 5:6 (39.) eine ruhige Drittelpause.

Und auch im letzten Drittel begannen die Beasts stark. Stehle legte schnell das 5:7 (46.) nach und Chiefs-Coach Peter Schrills musste feststellen, dass „Freiburg nicht so gespielt hat wie ein Tabellenvorletzter.“ Doch sein Team zeigte weiter Moral. Mörsch (6:7 / 47.) und Muhs (7:7 / 50.) glichen aus, ein weiterer, klarer Treffer von Muhs wurde von den nun immer unsicheren Unparteiischen nicht gegeben. Den Beasts gelang im Anschluss der dritte Unterzahltreffer des Tages, Mauderer profitierte von einem groben Schnitzer in der Uedesheimer Defensive und brachte die Beasts erneut in Führung (7:8 / 51.). Dies war nicht der erste Fehler der Chiefs in diesem Spiel. Schrills: „An sich haben wir gut gespielt, waren nicht überheblich und haben den Kampf angenommen. Der Wille war da und insgesamt bin ich auch mit der Mannschaftsleistung zufrieden. Persönliche Fehler haben uns letztlich den Sieg gekostet. Als letzter Mann darf ich nicht anfangen zu zaubern.“ Doch die Chiefs waren noch nicht geschlagen. Komor glich schnell aus (8:8 / 52.) und Sebastian Klerings brachte seine Farben wieder in Führung (9:8 / 54.). Leider hielt auch diese Führung nicht lange. Willnauer glich in Überzahl mit einem verdeckten Schuss aus (9:9 / 56.). „Dieses Tor war bezeichnend für das ganze Spiel“, so Schrills. „Der ging von der Mitte durch Freund und Feind hindurch und Olli hatte das Nachsehen.“